Deutschland - Sommercamp 2021

Nach unserer fünf Monate langen Winterreise durch Schweden verbringen wir acht Tage zu Hause. Es sind einige Reparaturen am Wohnmobil zu erledigen, Arztbesuche für Vorsorgeuntersuchungen stehen an, wir müssen mal zum Friseur und das Equipment im Wohnmobil ist von Winter auf Sommer umzurüsten. Der Zeitplan ist eng, doch wir schaffen alles, was wir uns vorgenommen haben, und treffen sogar zwischendurch noch ein paar Freunde.

Campingplatz

Dann geht es nach Brandenburg, wo wir einen Dauercampingplatz beziehen. Durch die Pandemie dürfen vorerst keine Urlauber auf den Platz. Da ist es gut, dass wir offiziell die Notbetreuung unserer Enkelkinder übernehmen, nachdem die Tagesmutter den Vertrag gekündigt hat. Die beiden können erst ab August eine KITA besuchen.

 

So wie in Hotels und Ferienwohnungen ist auch auf Campingplätzen das Übernachten für Leute erlaubt, die dienstlich unterwegs sind. Durch den Betreuungsvertrag gelten wir als solche.

Waldblick

Am See

Der Campingplatz liegt idyllisch an einem See und die Stellplätze sind nicht parzelliert. Das ist genau nach unserem Geschmack. Den Zwillingen muss das weitläufige Waldgrundstück riesig erscheinen.

Kleine Entdecker

Balanceakt

Solange touristisches Camping nicht zulässig ist, sind wir fast allein. An dem Wochenenden kommen tagsüber ab und zu ein paar andere Dauercamper, die zum Teil auch kleine Kinder haben. Die Jungs erobern nach und nach das gesamte Gelände und entdecken ständig etwas Neues.

Viel zu entdecken

Nach dem Frühstück

Das Wohnmobil ist ihnen noch vom letzten Jahr vertraut, als wir acht Wochen miteinander verbracht haben. Die beiden gewöhnen sich sehr schnell an den geregelten Tagesablauf bei uns und fühlen sich sichtlich wohl.

Eichhörnchen

Naturparadies

Aussichtsturm

Von Montag bis Samstag dreht sich von 8 bis 16 oder 17 Uhr alles um die Kinder und wir verbringen die meiste Zeit auf dem Campingplatz oder am See. Sonntag haben wir frei.

 

Ganz in der Nähe gibt es einen Aussichtsturm, den wir nun endlich mal besuchen, nachdem wir es im letzten Jahr nicht geschafft haben.

 

Noch ist er geschlossen, doch im Laufe des Sommers kann man ihn bestimmt besteigen.

Der Campingplatz wird von einer sehr netten Familie betrieben. Wir unterhalten uns oft mit der Tochter, welche die Rezeption betreut.

 

Eigentlich steht im Vertrag, dass wir den Rasen auf unserem Platz selbst mähen müssen, doch jetzt am Anfang der Saison fährt der Chef persönlich mit einer Mäh- und Vertikutiermashine über den Platz und mäht auch unsere Stellfläche mit. Welch ein Service, wir sind begeistert.

Rasenmäher

Wanderweg am See

Vom Campingplatz führt ein Wanderweg am See entlang zu einer Schleuse, wo einige Restaurants und Cafès auf Sommergäste warten. Wir spazieren abends, wenn die Jungs zu Hause sind, immer mal wieder dorthin.

An der Schleuse

Die Jungs freunden sich mit den etwas älteren Nachbarskindern an und bekommen sogar deren Bagger zum Spielen. Sie sind so große Baggerfans, dass sie sich stundenlang damit beschäftigen.

 

Die Erkundungstouren über den Campingplatz werden immer länger. Die beiden sind von Tag zu Tag flinker unterwegs. Wir haben langsam Mühe ihnen auf den Fersen zu bleiben. Sie kennen alle Wege und Aussichtspunkte und würden wahrscheinlich schon fast allein zum Wohnmobil zurückfinden.

Bagger

Blick zum See

Hurra, ein neuer Bagger

Oh wie toll, Herr Staschinski hat einen neuen Bagger aus seinem Fuhrpark mit zum Campingplatz gebracht. Der muss erstmal ausführlich inspiziert und bei der Arbeit beobachtet werden.

 

Nachdem sich die Jungs in den ersten Wochen eine gute Kondition antrainiert haben, wagen wir auch längere Ausflüge außerhalb des Campinggeländes. Die Bobbycars sind immer dabei, damit die Herren sich zur Not auch chauffieren lassen können. Die meiste Zeit laufen sie allerdings lieber nebenher oder schieben selbst.

Katze

Pferd

Auf dem Waldweg ist es nicht so interessant, doch das ändert sich, als wir die ersten Häuser von Woltersdorf erreichen. Wir treffen ein zutrauliches Kätzchen, welches uns ein Stück des Weges begleitet, sehen Pferde und flauschige Hühnchen. Ein ausgebüchster Schäferhund läuft frei auf der Straße herum und muss von seinen Besitzern wieder eingefangen werden. Es ist einfach nur spannend.

Flauschhühner

In der Heckgarage vom Wohnmobil gibt es eine Box voller Spielzeug aus Schweden. Jede Woche kommen daraus neue Dinge zum Vorschein. Diesmal sind es Röhrchen zum Seifenblasenpusten. Das ist gar nicht so einfach, wenn man es in seinem Leben noch nie gemacht hat.

 

Die anderen Kinder auf dem Campingplatz haben unendlich viele Bagger, Laufräder, Kipper und sonstige Gefährte. Alles wird großzügig geteilt und untereinander ausgetauscht.

Seifenblasen

Bagger, Bagger, Bagger

Schwebebalken

Am besten sind trotzdem noch immer die Spielzeuge der Natur. Jeder Balken wird erklommen, jeder Käfer beobachtet, bis er sich verkrümelt. Die Jungs sammeln Stöckchen, Blätter und Kienäpfel. Sie bewundern jede Blüte, spielen mit Pusteblumen und beobachten Vögel und Eichhörnchen.

 

Wir können sie für alles in der Natur begeistern, was wir auch so sehr lieben.

Traktor

Einige Wochenenden nutzen wir, um Verwandte zu besuchen. Pfingstmontag hat Biankas Bruder Geburtstag. Er wohnt nur 15 km entfernt, so dass wir seit vielen Jahren mal wieder spontan zusammen feiern können.

 

Um Campingmöbel und Kinderspielzeug auf unserem Dauercampingplatz wetterfest aufzubewahren, haben wir eine Mülltonnenbox bestellt. Diese besteht aus gefühlt 1000 Einzelteilen und kostet uns mindestens 6 Stunden Aufbauzeit, verteilt über 3 Tage. Nun steht sie endlich.

Eggersdorf

Mülltonnenbox

chaukel

Eine weitere neue Errungenschaft ist unsere Nestschaukel. Die Zwillinge und die Kinder der Campingnachbarn lieben es, darin zu chillen und manchmal schlafen sie sogar darauf ein.

 

Für die Baggerfans haben wir Softshellhosen mit Baumaschinenmotiven nähen lassen. Das war was, als wir sie ihnen zum ersten Mal angezogen haben. Inzwischen ist es zwar zu warm dafür, doch irgendwann im Herbst können die Jungs sie erneut tragen.

Baggerhosen

Seit Juni steht auch wieder das blaue Zelt zur Verfügung, was sich letzten Sommer bereits bewährt hat. Hier können die beiden in schattiger und luftiger Umgebung ihren Mittagsschlaf halten.

 

So wie es aussieht, wird es ein großartiger Sommer!

 

Wir können ab Anfang Juni im See baden gehen und mit etwas Glück spendiert Opa sogar hin und wieder ein Eis aus dem Tiefkühlfach, auch wenn die Mama das nicht so gerne sieht.

Mittagsschlaf

Am See

Eis

Die Sonnenmüzen sind recht warm und und rutschen immer wieder ins Gesicht, deshalb bestellen wir ein paar Strohhüte für die Jungs. Die lassen mehr Luft an den Kopf und verdecken die Augen nicht. Die Jungs tragen sie gerne.

Strohhüte

Unser Toyota

Auf dem Parkplatz vom Campingplatz passiert leider ein Missgeschick. Uwe übersieht beim Ausparken mit unserem 17 Jahre alten Toyota einen Baum.

 

Die Heckklappe ist verbeult und die Heckscheibe gebrochen. Das Auto hat eine Vollkaskoversicherung und der Gutachter war sehr schnell da.

 

Es ist ein wirtschaftlicher Totalschaden. Wir müssen unser noch funktionstüchtiges Fahrzeug wegen einer verbeulten Tür verschrotten.

Museumspark Rüdersdorf

Nach und nach erhalten wir Besuch auf dem Campingplatz. Der Ex-Mann von Uwes Cousine kommt spontan auf einen Schwatz vorbei und unsere Freunde aus Norderstedt verbringen mit ihrem Wohnmobil ein ganzes Wochenende hier.

 

Der gemeinsame Fahrradausflug zum Museumspark in Rüdersdorf ist für uns eine willkommene Abwechslung zur täglichen Kinderbetreuung. Seit langer Zeit gehen wir mal wieder zusammen in ein Restaurant an der Schleuse zum Abendessen.

Mit Freunden

Schleuse

Die Jungs entwickeln sich prächtig und werden immer geschickter, so auch beim Essen. Zur Vesper müssen sie nicht mehr im Hochstuhl sitzen sondern dürfen an unserem klein gemachten Campingtisch Platz nehmen.

Kindertisch

Der Zeltplatz ist nach wie vor ein Paradies für die beiden. Wir lassen sie jeden Tag auf's Neue entscheiden, was sie gern machen möchten. Der Sohn von den Nachbarn ist jetzt ihr Freund und er teilt manchmal sogar freiwillig sein Spielzeug mit den Zwillingen. Zeitweise ist der Sandkasten eine Großbaustelle.

Baustelle im Sandkasten

Wippe

Die Wippe wird immer interessanter, vor allem, wenn man mit einem Erwachsenen zusammen wippen kann.

 

Einen Riesenspaß haben die drei mit Wasserbomben. Die sind ökologisch vielleicht nicht ganz korrekt, aber die Eltern und Großeltern sammeln nach der Wasserschlacht alle Gummischnipsel wieder ein.

 

Wasserpistolen sind auch sehr beliebt, doch die kleinen Fingerchen können noch nicht kräftig genug drücken, um richtig damit zu "schießen".

Wasserbomben

Wasserpistole

Der nächste Besuch lässt nicht lange auf sich warten. Uwes Cousin und seine Freundin verbringen einen sehr heißen Sommertag mit uns. Wir haben uns lange ncht gesehen und es gibt viel zu erzählen.

Besuch aus Borna

Auch wenn die Nachbarskinder mindestens acht Bagger in ihren Spielzeugkisten haben, ist es nicht so, wie einen eigenen zu besitzen.

 

Opa schafft Abhilfe, indem er einen Bagger für die Jungs bestellt, allerdings nur EINEN!

 

Nach dem Auspacken gibt es natürlich Streit, wer zuerst damit spielen darf, bis der Klügere nachgibt und den Bagger seinem Bruder, dem allergrößten Baggerfan, überlässt.

Ein neuer Bagger

Bagger, Bagger, Bagger

Test mit Schwimmwesten

Trotz der großen Hitze spielen die Jungs nur außerhalb vom Planschbecken und gehen maximal mit den Füßen in den See. Kurz vor Mittsommer platzt endlich der Knoten und sie baden im See, wie es sich für kleine Jungs gehört.

 

Wir nutzen die Gunst der Stunde und testen die Schwimmwesten, die wir gekauft haben, um die Kinder mal im Paddelboot mitnehmen zu können. Sie freuen sich über das schicke Design und ziehen die Westen gern an. Einer probiert gleich mal damit zu tauchen, fehlt nur der Schnorchel.

Auf Tauchstation

Hin und wieder erwischt uns ein Regenschauer. Für solche Momente sind die Maltablets genau richtig, die die Mama besorgt hat.

 

Es ist zwar noch mehr Gekritzel als Malen, doch früh übt sich, was mal ein richtiger Künstler werden möchte.

 

Opa kann erstaunlich gut zeichnen: Strichmännchen, Katzen, Hunde, Bagger, Autos ...

Malbrett

Uwes Schwester

Anfang Juli machen wir einen Ausflug mit dem Wohnmobil nach Frankfurt/Oder zu Uwes Schwester und deren Familie.

 

Wir übernachten wie immer in der Marina am Winterhafen und sind dankbar, dass der Betreiber unsere Besucher gern willkommen heißt.

 

Uwe trifft sich am Samstagabend mit einigen alten Schulkammeraden und am Sonntagfrüh spaziert zufällig sein 90 jähriger Klassenlehrer am Stellplatz vorbei. Die Freude über das Wiedersehen ist groß.

Marina Winterhafen

Der Rest der Familie grillt auf dem Stellplatz. Die beiden Jungs von unserem Neffen sind 1 und 3 Jahre alt. Sie entwickeln sich genauso prächtig wie die Zwillinge. Es immer wieder eine Freude, sie zu treffen.

Familie

Grillabend

Sonnenuntergang

Sonntagabend sind wir wieder auf unserem Dauercampingplatz und genießen noch den ruhigen Abend, bevor die nächste Betreuungswoche beginnt.

 

Das Wetter wird wechselhaft, doch wir haben mehr und mehr Mühe die Jungs im Wohnmobil oder im Zelt zu beschäftigen. Sie sind inzwischen ganz schön an die Freiheit gewöhnt, überall herumzulaufen. Da kann der Regen sie nicht von abhalten. Im Gegenteil, es macht einen Riesenspaß in Gummistiefeln und Matschhosen durch die Pfützen zu patschen.

Regenwetter

Ausflug

Promenade

Glücklicherweise überwiegen die sonnigen Tage und wir wagen mal wieder einen längeren Ausflug bis nach Woltersdorf. Hin und zurück müssen die Jungs etwa 2 km zurücklegen. Die Laufräder bringen ein bisschen Geschwindigkeit in das Unternehmen. Das Eis an der Schleusenbrauerei haben sich die beiden redlich verdient.

Rast am See

Greifvogel

Am und im See gibt es immer etwas zu gucken. Wir beobachten Greifvögel, Fische, eine Wasserschlange und jede Menge Insekten.

 

Die Jungs lassen sich durch viele Dinge in der Natur faszinieren und brauchen eigentlich fast gar kein Spielzeug.

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