Schweden,Norwegen-Winterreise (November 2021)

Norderstedt 6.-8.11.2021

Beim Losfahren passiert uns ein kleiner Fauxpass. Dadurch, dass unser Wohnmobil nach Inspektion und Reparatur am Tag vor der Abfahrt erst am späten Nachmittag mit neuen Stoßdämpfern vorn und neuen Bremsen hinten aus der Werkstatt kommt, ist die Moppelbox noch nicht angebaut. Die Box samt Stromgenerator, Benzinkanister und Ölflasche steht im Keller bereit, nur dummerweise geht keiner mehr hinunter. Alle anderen Ausrüstungsteile zum Mitnehmen sind schon oben.

 

Auf Höhe Münster fällt Uwe in der Rückfahrkamera auf, dass die Box fehlt. Kurzerhand wird nochmal umgedreht. Hätten wir es später bemerkt, wären wir wahrscheinlich ohne Stromgenerator gefahren. Oft brauchen wir ihn nicht, doch er gibt Sicherheit, wenn wir freistehen.

Moppelbox

Den Auftakt zu unserer vierten Winterreise macht, wie auch in den Jahren zuvor, ein Besuch bei unseren Freunden. Ihr Wohnmobil wird gerade repariert, so dass wir uns nicht in Travemünde auf dem Stellplatz treffen können. Dafür verbringen eine unterhaltsame Zeit bei den beiden zu Hause.

Treffen in Norderstedt

Hoisdorf 8.-9.11.2021

Noch ein Zwischenstopp bei Uwes Tante und Onkel, wir machen gemeinsam einen netten Brunch und am Nachmittag geht es weiter.

Hoisdorf

Travemünde 9.-11.11.2021

Travemünde Promenade

In Travemünde werden Gastankflasche und Dieseltank gefüllt, bevor wir zum ruhigen Stellplatz am Kowitzberg fahren. Ganz schön teuer, doch in Schweden sind die Preise noch deutlich höher.

 

Am nächsten Morgen spazieren wir entlang der Strandpromenade zum Maritim Hotel. Hier bekommen wir den Nachweis, dass wir gesund sind.

 

Es ist unser zweiter Corona-Test seit Beginn der Pandemie. Den letzten brauchten wir im Frühjahr für die Rückreise von Schweden nach Deutschland.

Testcenter

Rabattkarte

Die anschließende Buchung der Fähre macht richtig viel Spaß. Wer kann schon so einer Postkarte der Fährgesellschaft mit einem 10% Rabattcode widerstehen?

 

Noch eine Nacht in Deutschland, dann geht es endlich ins Winterexil :-)

 

Wir freuen uns mehr denn je auf Schweden: keine Masken, keine G-Regeln, einfach nur auf Abstand zu anderen bleiben! Das ist eine wirksame Empfehlung, die wir leicht umsetzen können.

Fähre nach Trelleborg 11.11.2021

Im Fährhafen

Autodeck

Diesmal starten wir etwas später zum Fährhafen als sonst und müssen uns mit der Ver- und Entsorgung am Stellplatz sputen.

 

Das Wohnmobil bleibt nur kurz in der Warteschlange und schon geht es auf's Schiff. Der Einweiser schickt uns an den LKW vorbei direkt bis zur Ausfahrt, wo noch ein paar PKW stehen.

 

Nun heißt es, sich knapp 10 Stunden die Zeit zu vertreiben, bis wir Rostock passiert haben und in Schweden anlegen.

Warten

Wie immer surfen wir im Internet und schauen Filme. Das Login auf der Fähre ist neuerdings unbegrenzt gültig und kostenlos.

 

Im Hafen von Trelleborg folgen wir einem LKW und fahren versehentlich durch das elektronische "Gate Out" statt durch die PKW-Ausfahrt. Das ganze Wohnmobil wird im Gate angeleuchtet und das Kennzeichen gescannt. Ausweise und Corona-Tests kontrolliert hier niemand, die Schranke öffnet sich trotzdem. So verkehrt kann es nicht gewesen sein.

Rostock Warnemünde

Sonnenuntergang

Skanör 11.-13.11.2021

Hafen

Maxistuhl

Wie auch auf unserer letzten Winterreise ist der Hafen von Skanör die erste Station. Er liegt nicht weit vom Fährhafen entfernt und uns gefällt es hier immer wieder gut.

 

Wir wandern am Strand entlang und kommen auf dem Rückweg am ICA-Supermarkt vorbei. Eigentlich brauchen wir noch nichts, doch wir lassen es uns nicht nehmen, nach gut einem halben Jahr endlich wieder ohne Maske und Einkaufszettel durch den Markt zu bummeln. Natürlich finden wir auch einige Leckereien, die im Körbchen landen.

Strandhütten

Hovs Hallar Naturreservat 13.-15.11.2021

Bei Google Streetview deutet ein Zusatzschild an der Parkplatzeinfahrt zu Hovs Hallar darauf hin, dass man hier nicht mit dem Wohnmobil campieren darf. Innerlich bereiten wir uns schon darauf vor, bis nach Båstad weiter zu fahren, doch außerhalb der Hauptsaison wird das Schild anscheinend demontiert. Wir freuen uns, dass wir über Nacht bleiben können und stellen das Wohnmobil in der äußersten Ecke ab, weit weg vom Hotel.

Parkplatz

Steine überall

Das Wetter lädt nicht gerade zu einem Spaziergang ein. Es nieselt und durch die tief hängenden Wolken wirkt schon am frühen Nachmittag alles dunkel. So stellen sich die meisten Leute wahrscheinlich Skandinavien im Winter vor.

 

Wir laufen trotzdem noch ein bisschen herum, schließlich ist es nicht kalt und auch nicht windig.

 

Die Felsformationen am Kattegatt sehen sehr interessant aus und geben in der Abendsonne sicher gute Fotomotive ab.

Steinmännchen

Am nächsten Tag blinzelt die Sonne ab und an durch die dicke Wolkendecke. Auf dem Skåneleden wandern wir oberhalb der Felsküste.

 

Zurück geht es über Stock und Stein unten am Wasser entlang. Gut, dass wir die knöchelhohen Wanderschuhe angezogen haben. Das Gelände ist sehr unwegsam.

 

Unterhalb des Parkplatzes wachsen Schlehen und ein Apfelbaum. Ein paar Früchte wandern in den Rucksack, dann geht es zurück zum Wohnmobil.

Felswand

Küste

Wanderroute

Båstad 15.-17.11.2021

Parkplatz am Kattegatt

Der offizielle Stellplatz für Wohnmobile befindet sich an der Durchgangsstraße auf dem Touristenparkplatz neben einer Recyclingstation. Nicht gerade ein schöner Platz, eher zweckmäßig, wenn man auf der Durchreise ist. Wir versuchen unser Glück am anderen Ende des Ortes beim saisonbedingt geschlossenen Malenbadet. Auf dem Parkplatz stehen keine Verbotsschilder, so dass wir ruhig und mit Blick zum Kattegatt übernachten.

Bastad

Bis in den Ort können wir am Strand entlang laufen. Die Seebrücke ermöglicht uns vom Wasser aus einen schönen Blick auf die kleine Stadt.

 

Das Gelände rund um den Hafen gefällt uns, auch wenn die Gastronomie größtenteils geschlossen ist.

 

Die Sauna im Kaltbadehaus könnten wir besuchen, wenn wir wollten. Eine Bierreklame am Strand wirkt fast schon surreal in diesen Zeiten.

Hafen

Kaltbadehaus

Kraftprotz

Die Schweden halten sich oft und gern im Freien auf. Deshalb git es inzwischen in fast jedem Ort Plätze zur körperlichen Ertüchtigung.

 

Die robuste Geräte sind sehr vielseitig und mit kurzen Anleitungen versehen. Uwe versucht sich an Klimmzügen und Gewichtheben. Er ist ziemlich fit, da sollen die Jungspunde erstmal mithalten.

 

Durch die typisch schwedische "Agardhusgatan" schlendern wir ins Stadtzentrum. Noch ein kurzer Einkauf und dann geht's zurück zum Parkplatz.

Schöne Häuser

Den zweiten Tag in Båstad lassen wir ruhig angehen. Es wird erstmal Kuchen gebacken bevor wir eine kleine Runde um den naheliegenden Teich drehen. Zum Mittag gibt es Rentierfleisch mit Rosenkohl und Kartoffeln.

Teich

Rentierfleisch mit Rosenkohl

Nachmittag steigen wir hinauf zu den Häusern der Terrapromenade. Hier wird noch kräftig gebaut.

 

Zum ersten Mal sehen wir diese seltsamen Bausteine. Es ist eigentlich nur Dämmung mit Abstandshaltern aus Plastik. Die Teile werden auf Armierungseisen aufgefädelt, welches aus dem Fundament herausragt. Später wird der Zwischenraum mit Beton gefüllt. Auf diese Art entstehen Häuser mit phantastischer Aussicht zum Kattegatt zu einem wahrscheinlich ebenfalls phantastischen Preis.

Hausbau

Styropor und Plastik

Verarbeitung der Klötze

Die Recherche im Internet ergibt, dass es sich bei der Bauweise um sogenannte Passivhäuser handelt. Wir fragen uns, wie man solche Häuser später mal abreißen und entsorgen will, doch darüber macht sich jetzt wahscheinlich noch niemand Gedanken. Uns gefällt die herkömmliche Holzbauweise nach wie vor am besten.

Bastad Spaziergänge

Fjärås am Schloss Tjolöholm 17.-18.11.2021

Unterwegs zum nächsten Etappenziel stehen einige Dinge auf der To-Do-Liste. Wir stoppen an einer Gastankstelle, die bei unserer Ankunft jedoch geschlossen ist. Noch haben wir genug Propangas, also geht es direkt weiter zu Lidl und zum Dollarstore, um ein paar Einkäufe zu erledigen. Kurz vor dem Ziel liegt ein Rastplatz mit Entsorgungsstation, den wir nach vier Tagen Freistehen ansteuern müssen.

Stellplatz

Auf dem Stellplatz am Schloss Tjolöholm sind wir allein. Die Schweden kommen wahrscheinlich erst zum Weihnachtsmarkt am Wochenende. Entgegen der Beschreibung im Internet gibt es sogar ein paar Steckdosen, so dass wir die Batterien im Wohnmobil aufladen können.

Schlosspark

Torhaus

Während der Fahrt regnet es die ganze Zeit, umso mehr überrascht es uns, dass am Nachmittag noch die Sonne rauskommt. Wir packen die Gelegenheit beim Schopf und gehen rund um die Halbinsel spazieren.

Schloss

Kutsche

Das Schloss erstrahlt in den letzten Strahlen der Sonne bevor sie im Meer versinkt.

 

Am Kutschenmuseum vorbei geht es zurück zum Stellplatz.

 

Der Himmel brennt und wir schauen uns, bevor es dunkel wird, noch das Museumsdorf mit den urigen Holzhäusern an, in denen früher die Bediensteten des Schlosses gewohnt haben. Zwischen den Häusern liegt ein sehr gepflegter Bauerngarten. Schade, dass wir gerade keine frischen Kräuter brauchen.

useumsdorf

Da ist er, der für diese Jahreszeit typisch schwedische Abendhimmel, der uns immer wieder hierher lockt.

Der Himmel brennt

Särö 18.-20.11.2021

Vom Naturschutzgebiet Särö Västerskog haben wir irgendwann interessante Bilder auf einer Website gesehen und uns das Gebiet in Google Maps als Reiseziel markiert. Nun sind wir hier. Unser Wohnmobil steht auf dem Wanderparkplatz, von dem aus wir direkt starten können.

 

Die Infotafel verspricht einen einzigartigen Küstenwald mit riesigen Bäumen und seltenen Pflanzen und Tieren. Wir entscheiden uns für den blauen Rundweg entlang der Küstenlinie.

Im Küstenwald

Schon auf den ersten Metern kommen wir durch zauberhaften Wald mit knorrigen Bäumen. Dass die Schweden hier manchmal Trolle und Elfen sehen, wundert uns nicht.

Küstenwald

Ein traumhafter Naturbadestrand liegt ebenfalls am Weg. Er erinnert uns ein bisschen an die Seychellen. Im Sommer muss es herrlich sein, hier zu baden und über die große Steine zur Drottningsschäre zu balancieren.

Badestrand

Der Rundweg wird auch "Strandpromenade" genannt und führt in ständigen Auf und Ab um die Halbinsel herum. Es macht Spaß über die Steine der Schärenküste zu klettern, während uns der Wind ins Gesicht bläst.

Strandpromenade

Einen Spaziergang durch den kleinen Ort mit seinen mondänen Anwesen machen wir auch noch. Die schöne Holzkirche ist leider abgeschlossen.

Schickes Anwesen

Schickes Anwesen

Kirche

Hotel

Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes steigen wir hinauf zum Saröhus Konferenz und Spa Hotel.

 

Wir schauen uns gern die Lobby von Luxushotels an, die wir nie als Gast besuchen würden.

 

In den nordischen Ländern kann man sich hier ganz in Ruhe hinsetzen und das Ambiente genießen, ohne dass man angesprochen wird, ob einem jemand helfen kann. Das empfinden wir als sehr angenehm, meistens trinken wir sogar einen Cappuccino.

Kamin im Hotel

Das Wetter ist besser geworden, doch dafür weht ein strammer Wind. Wir erkunden die südöstliche Ecke der Halbinsel.

 

Auch dass ist typisch nordisch: obwohl die Grundstücke am Wasser liegen, gibt es fast immer einen Wanderweg an der Küste entlang.

 

Auf dem Spaziergang kommen wir an dem langgezogenen Golfplatz vorbei, der den ganzen Ort dominiert und ihm den Hauch von Luxus verleiht.

Küste

Brücke

Route der Spaziergänge

Skärhamn 20.-23.11.2021

Während der ganzen Fahrt regnet es und wir sind froh, noch einen Tag länger in Särö geblieben zu sein. Heute hätten wir nicht viel unternehmen können. Lediglich an einer Tankstelle halten wir an, um die Gastankflasche zu füllen. Die Zapfsäule ist nicht überdacht, Uwe kommt völlig nass zurück ins Wohnmobil.

 

Gut dass wir zuvor Kontakt mit dem eigentlich für die Saison geschlossenen Campingplatz aufgenommen haben. Luise erklärt uns am Telefon, wo wir was finden und dass sie einen Umschlag mit Codes für Sanitärgebäude und Internet sowie dem Schlüssel für den Stromkasten für uns hinterlegt. Die Rezeption ist erst am Montag wieder für die Ferienhäuser besetzt, bezahlen können wir dann auch.

Campingplatz

Videoabend

Die Wiese auf den Campingparzellen ist vom Regen aufgeweicht. Um die Grasnabe nicht zu zerstören, bleiben wir bei der Rezeption auf den geschotterten Wohnmobilstellplätzen. Die Entscheidung war gut, denn hier wir haben perfekten WLAN-Empfang.

 

Bei dem ungemütlichen Wetter kommt nun unser neuer Beamer mit der aufstellbaren Leinwand zum Einsatz. Wir schauen einen interessanten Spielfilm und anschließend ein paar Musikvideos. Die Investition in das Heimkino für lange Winterabende hat sich gelohnt.

Hafen

Am nächsten Morgen scheint die Sonne, doch mit 4°C war die Nacht schon recht kalt. Wir laufen die zwei Kilometer bis in den Ort und schauen uns im Hafen um, wo noch ein paar schicke Yachten liegen.

Stapler

Geschäfte

Der riesige Gabelstapler macht Eindruck. Er dient wahrscheinlich dazu, ganze Boote umherzufahren.

 

Die kleinen Geschäfte und Restaurants sind um diese Jahreszeit geschlossen, einzig das "Nordische Aquarellmuseum" könnte man besuchen.

 

An der Museumskasse versuchen wir 200 Kronen in Münzen für die Waschmaschine zu wechseln, aber hier wird nicht mehr mit Bargeld bezahlt. 2023 will Schweden bargeldfrei sein. Wir sind gespannt, ob es bis dahin klappt.

Kirche

An der hinteren Kaimauer liegt zeitweise der Großsegler "Lady Ellen". Jetzt ist er wahrscheinlich schon im Winterquartier. Immerhin gibt es auf einer Tafel Informationen über das prächtige Schiff.

Lady Ellen

Hummerfischer

Der freundliche Hummerfischer muss gerade mit seinem Fang in den Hafen zurückgekommen sein. Wir fragen, ob wir Fotos machen dürfen und staunen über seinen Fang.

 

Wie in einer Besteckschublade aus Holz liegen die recht großen Tiere, jedes in einem Kästchen einsortiert. Der Fischer nimmt einen Hummer nach dem anderen heraus und bindet die Scheren mit Gummiband zusammen. Dann legt er sie zum Verkauf ganz sanft in einen Korb. Wir brächten es nicht über das Herz einen Hummer zu kochen.

Hummer

Rettungsboot

Die "Lady Ellen" ist doch nicht im Winterquartier, sie war wahrscheinlich unterwegs. Bei unserem zweiten Hafenspaziergang liegt das beeindruckendes Schiff, auf dem wir gern mal mitsegeln würden, am Kai.

Lady Ellen

An Deck

Nachmittags bewölkt es sich, wie vorhergesagt, und es ist sehr windig. Wir verbringen die Zeit auf dem Campingplatz und lassen ein paar Maschnen Wäsche durchlaufen, bevor es weiter geht gen Norden.

Campingplatz

Route

Henån 23.-24.11.2021

Stellplatz

Eigentlich war Lysekil das Reiseziel für heute, doch uns gefällt der Stellplatz auf halber Strecke so gut, dass wir spontan entscheiden, für eine Nacht zu bleiben. Rund um den Hafen lässt es sich nett spazieren gehen.

Im Ort

Im Ort

Auf der Fahrt Richtung Henån haben wir einen kurzen Abstecher nach Pilane gemacht, um Anna zu besuchen. Sie steht auf einer Anhöhe und ist weithin sichtbar. Auf dem weitläufigen Gelände stehen noch weitere sehenswerte Kunstwerke. Im Sommer lädt ein Skulpturenpark zur Besichtigung ein.

Skulptur

Anna

Skulptur

Im Größenvergleich zu uns beiden kommt die Dimension des 14 m hohen Frauenkopfes erst so richtig zur Geltung. Wir sind sehr beeindruckt und schauen uns die Skulptur von allen Seiten an. Mit ihren geschlossenen Augen wirkt Anna nachdenklich.

Besuch bei Anna

Lysekil 24.-27.11.2021

Von Henån lohnt es sich nicht zur E6 zu fahren, um nach Lysekil zu kommen. Wir finden schnell heraus, dass auf der Nebenstrecke der "Gullmarn" mit einer Fähre zu überqueren ist und sind hocherfreut, als wir lesen, dass die Passage keine einzige Krone kostet. Das ist doch mal ein Service! Die Fähre fährt im 20-Minuten-Takt von beiden Ufern. Wir kommen zufällig kurz vor der Abfahrt an und können sofort übersetzen.

Fähre

Der Wohnmobilparkplatz liegt im Fischereihafen und ist eher zweckmäßig als schön. Zwischen dem Stellplatz und dem Hafen verläuft eine Straße. Nachts herrscht zum Glück kaum Verkehr und die Aussicht ist ganz nett.

Stellplatz

Bei unserer Ankunft scheint noch die Sonne, doch wir kochen erstmal Mittag. Danach sind die Aussichten eher trübe, die Wettervorhersage stimmt leider nicht. Wir schaffen es zwischen zwei Regenschauern gerade so bis zum hölzernen Aussichtsturm hinter der Kirche, die auf einer Anhöhe liegt und für den kleinen Ort viel zu groß wirkt.

 

Natürlich schauen wir uns die Kirche auch von innen an und sind überrascht, denn irgendwas ist anders als in anderen Gotteshäusern.

Aussichtspunkt

Kirche

Kirche innen

Im Eingangsbereich stehen Tische und Stühle wie in einem Café. Daneben lädt eine große Spielecke die Kinder zum Verweilen ein. Neben der Kanzel, die übrigens aus Stralsund stammt, ist ein Bereich abgeteilt, in dem eine rote Couch steht und leise Musik läuft. Auf der Couch liegt jemand, der nur kurz Notiz von uns nimmt. Rechts vom Altar steht ein Schlagzeug in einer Wandnische.

 

Wir können uns gut vorstellen, dass hier nicht nur Gottesdienste stattfinden.

Havets Hus

Der nächste Tag in Lysekil ist komplett verregnet. Macht aber nix, denn wir wollen das "Havets Hus" besuchen. Dafür brauchen wir keinen Sonnenschein.

 

Als einzige Gäste, mitten in der Woche, können wir uns viel Zeit lassen, um durch die Ausstellung zu schlendern.

 

In den verschieden großen Aquarien tummeln sich Lebewesen der Nordsee, wie wir sie noch nie so vielfältig und nah gesehen haben.

Seedahlie

Krabbe und Seestern

Octopus

Vor allem die Seesterne und Seeigel muten eher exotisch an, obwohl wir kleinere Exemplare auch schon in freier Natur in Grönland und in Norwegen sehen konnten.

 

Am Aquarium des Octopus verweilen wir sehr lange. Diese Tiere sind einfach faszinierend.

 

Ein Highlight ist der Unterwassertunnel, wo Haie, Rochen und großen Plattfische die Besucher umschwimmen.

Unterwassertunnel

Im Kino wird ein Film über die allmähliche Zerstörung der Lebensräume wilder Tiere durch den Menschen gezeigt. Interessanterweise ist der Ton in Englisch mit schwedischen Untertiteln. Uns gefällt der Film, denn er ist nicht reißerisch gemacht und zeigt viele tolle Landschaften, in denn wir bereits sein durften. Am Ende heißt es sinngemäß: Wenn wir nicht dahin zurück kommen, im Einklang mit der Natur zu leben und nur soviel aus ihr zu entnehmen wie nachwächst, dann zerstören wir unseren eigenen Lebensraum. Wie wahr!

Meerestiere

Rochen

Ein Highlight während unseres Aufenthaltes in Lysekil ist die Wanderung in Stångehuvuds Naturreservat und das nicht nur wegen des perfekten Wetters.

 

Unterwegs treffen wir zwei Einheimische, die sich längere Zeit mit uns unterhalten. Wir werden zu einer Kajaktour eingeladen und erfahren viel Wissenswertes über die Umgebung sowie zu weiteren Reiseziele an der Westküste.

 

Zur Tour Stangehuvuds Naturreservat

Leuchtfeuer

Smögen 27.-29.11.2021

Wieder geht es ein Stück an der dicht bebauten Westküste Schwedens gen Norden. Der Landstrich scheint eine beliebte Wohngegend zu sein. Der Wohnmobilstellplatz in Smögen ist saisonbedingt geschlossen und im Hafen von Kungshamn steht alles voller Boote. Auf einem Parkplatz direkt vor der Smögenbrücke finden wir eine Nische mit guter Aussicht.

Parkplatz

Wie auch auf unserer letzten Winterreise fällt in der Nacht zum 1. Advent der erste Schnee. Hier an der Küste haben wir nicht damit gerechnet. Die Landschaft sieht toll aus und alles wirkt gleich viel heller.

 

Wir machen einen Spaziergang zum Hafen in Kungshamn. Vom Parkplatz führt eine Treppe direkt hinunter zur Strandpromenade. Die Lebensqualität an der Küste ist für unseren Geschmack sehr hoch. Man gelangt auf kurzem Weg aus der Stadt in eine wunderschöne Natur.

Wintereinbruch

Hafen Kungshamn

Advent

In den Schären gibt es viele gekennzeichnete Wanderwege und am Wasser entlang sind etliche Kilometer frei zugängliche Holzstege angelegt.

 

Etwas Grünzeug für das Adventsgesteck zu besorgen, gestaltet sich diesmal allerdings schwierig. Das, was man kaufen kann, ist viel zu viel für den kleinen Blumentopf. Erst auf den letzten Metern unseres Spaziergangs finden wir eine Kiefer, von der Uwe unten ein paar kleine Zweige abzwackt, noch ein paar Vogelbeeren und Deko dazu, schon kann die Adventszeit beginnen.

Gut, dass wir einen Lebkuchenvorrat aus Deutschland mitgebracht haben. Außer bei Lidl gibt es hier in Schweden keine, zumindest nicht im Supermarkt. Als Adventskalender dient wieder unser recyceltes Mandarinensäckchen gefüllt mit Spezialitäten von Reber. Die typisch nordische Wichtelkerze darf natürlich auch nicht fehlen.

Smögenbryggan

Wie schon so oft, lohnt es sich auch diesmal auf besseres Wetter zu warten, um gute Bedingungen zum Fotografieren zu erwischen. Wir haben keine Eile und bleiben einfach auf dem komfortablen Parkplatz stehen.

 

Bei Sonnenschein und Windstille macht der Spaziergang über die "Smögebryggan" deutlich mehr Spaß als bei trübem Wetter und Sturmböen. Die urigen Geschäfte und Restaurants sind um diese Jahreszeit fast alle geschlossen, dadurch ist die Atmosphäre angenehm ruhig.

Holzhäuser

Spiegelung

Der natürliche Hafen von Smögen ist einer der Hauptumschlagplätze für Fisch in Schweden. Wir fühlen uns hier sehr stark an die Lofoten erinnert. Die bunten Speicherhäuser sind ein herrliches Fotomotiv.

Wie auf den Lofoten

Route

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