Schweden,Norwegen-Winterreise (Januar 2022)

Lofsdalen 1.-5.1.2022

Neujahrsspaziergang

Das neue Jahr beginnt mit herrlichem Sonnenschein, so kann es bleiben. Nach dem Frühstück geht's raus zum Neujahrsspaziergang. Wir wandern über den "Naturstig" durch eine zauberhafte Winterlandschaft bis zur Bergstation des ersten Sesselliftes. Bergab folgen wir der Mountainbikestrecke.

Winterlandschaft

Scooterhaus

Zur Mittagszeit liegt das Scooterhaus am Weg.

 

Eigentlich wollen wir diesen Winter auch mal eine Scootertour machen, doch im Moment liegt zu wenig Schnee. Es sind kaum Fahrstrecken freigegeben. Da müssen die vielen Leihscooter wohl noch ein paar Tage warten, bis sie zum Einsatz kommen.

 

Es lohnt sich jedoch in das Restaurant einzukehren. In der gemütlichen Kaminecke kann man sich bei Kaffee oder heißer Schokolade aufwärmen.

?Scooterhaus

Wir setzen uns ans Fenster mit herrlicher Aussicht ins Fjäll und bestellen leckere Wildburger. Völlig vollgefuttert haben wir es über den zugefrorenen See glücklicherweise nicht mehr weit bis zum Campingplatz.

Wildburger

Pegel

An der Tankstelle bewahrheitet sich, was bereits vor ein paar Tagen in den Medien angekündigt wurde. Die Treibstoffpreise steigen kräftig an.

 

Grund ist eine Steuererhöhung der Umwelt zuliebe. Der Diesel kostet damit jetzt mehr als 2 € pro Liter.

 

So lange wir es uns leisten können, wird der Preis uns jedoch nicht vom Reisen abhalten. Wir bewegen uns langsam durch das Land und planen die Fahrstrecken möglichst sinnvoll.

Benzinpreis

Neuschnee

Endlich gibt es den langersehnten Schnee. Dicke Flocken fallen vom Himmel während wir gemütlich im warmen Wohnmobil sitzen. Nachmittag hört es auf und wir drehen noch eine Runde mit den Fjällski über den See.

Auf dem See

Zerstörter Skiweg

Den Aufenthalt auf dem Campingplatz haben wir um drei Tage verlängert, so dass genug Zeit ist, um noch einmal die Waffelstube zu besuchen.

 

Wir hatten uns auf einen schöne Skitour durch den frischen Schnee gefreut, doch leider ist der gesamte Skitrack von den Kettenfahrzeugen zerfahren.

 

Wahrscheinlich sollen sie den Schnee festfahren, damit die Strecke später von einem Pistenbulli präpariert werden kann.

Die Doppelwaffel mit Bärenfleisch und Moltebeersahne schmeckt wieder sehr gut und die Abfahrt zurück zum See, über dem inzwischen dichter Nebel liegt, läuft besser als erwartet. Auf dem sanfte Gefälle stören die Kettenspuren nicht so sehr und wir sind recht schnell wieder unten.

Waffelstube

Schöne Aussicht

Für unserem letzten Tag in Lofsdalen ist ganztägig Sonnneschein vorhergesagt. Wir schlafen nach dem Weckerklingeln nochmal ein und müssen uns dann beeilen, um pünktlich am Skilift zu sein.

 

An der Kasse steht ein Argentinier vor uns, der im Skigebiet arbeitet und schon zum zweiten Mal seine Geldbörse verloren hat. Sie wurde einmal wiedergefunden und abgegeben, gestern ist sie ihm wohl erneut aus der Tasche gefallen. Er bekommt ohne zu bezahlen, einen Skipass auf seine Keycard gebucht. Unglaublich, aber wahr!

Sonnenaufgang

Bergstation

Durch den Neuschnee können nach und nach immer mehr Pisten präpariert werden. Wir testen mal kurz, ob man schon im Gelände abfahren kann, doch dafür ist die Schneedecke noch zu dünn.

Pistenbully

Abfahrt

An den Liften müssen wir manchmal ein paar Minuten anstehen. Die Schweden haben noch Ferien. Es sind viele junge Leute und Familien unterwegs. Glücklicherweise wird in den nordischen Ländern nicht gedrängelt.

Abfahrt

Åsarna 5.-10.1.2022

Nach fast zwei Wochen auf ein und demselben Campingplatz beginnt die Fahrt mit Schneeketten.

 

Vor ein paar Tagen haben wir andere Wohnmobile beobachtet, die mehrfach Anlauf nehmen mussten, um zur Hauptstraße hoch zu kommen. Das wollen wir mit unserem voll beladenen Fahrzeug gar nicht erst probieren. Die Ketten sind schnell angelegt. Wir schaffen die Steigung ohne Probleme. Oben nehmen wir sie sofort wieder ab.

Vemdalen

Steigung

Gegenverkehr

Die Straßenverhältnisse sind größtenteils okay. Die 9% Steigung in Vemdalen schafft der Terri locker.

 

Problematisch wird manchmal der Gegenverkehr. Besonders die LKW wirbeln den pulvrigen Schnee auf und die Sicht liegt kurzzeitig bei fast Null.

 

Wir kommen trotzdem gut auf dem einfach ausgestatteten Campingplatz im Skicenter in Åsarna an.

Campingplatz

Dass der Ort ein reines Langlaufgebiet ist, wussten wir, doch dass die Loipen ein Stück vom Skicenter entfernt liegen, verwundert uns dann doch.

 

Da wir nicht mit dem Wohnmobil umherfahren wollen, wird die Umgebung erstmal zu Fuß erkundet.

 

Bis zum Skistadion ist es vom Campingplatz 1 km weit. Dort beginnen ein paar kürzere Loipen. Weiter bis zur alten Kirche wandern wir knapp 4 km. Hier sind etwas längere Strecken präpariert.

Skiarena

Alte Kirche

Heimatmuseum

Die Kirche allein ist schon einen Ausflug wert. Sie liegt märchenhaft in einer tief verschneiten Winterlandschaft.

 

Auf dem Rückweg machen wir einen Abstecher zum Heimatmuseum.

 

Zum Skicenter gehört ein Outletshop für Bekleidung Sportausrüstung und Outdoorbedarf. Es macht Spaß darin herumzustöbern, auch wenn man, aus Mangel an Stauraum, als Wohnmobilreisender nur selten neue Dinge kaufen kann.

Outlet

Ganz ohne Einkauf verlassen wir das Outlet dann doch nicht. Für den kuscheligen Pullover, die Socken aus Merinowolle, die Thermoskiunterhose und den Gürtel findet sich noch etwas Platz in den Schränken.

Einkauf

Die Strecke Östersund-Mora und zurück wird einmal täglich von der Inlandsbahn bedient.

 

Ich (Bianka) versuche die Bahn am Haltepunkt zu fotografieren. Sie hält promt an und der Zugbegleiter fragt mich, ob ich mitfahren möchte.

 

Als klar ist, dass ich nur Bilder machen will, bietet er mir an, etwas länger zu halten, damit ich noch aus einer anderen Perspektive fotografieren kann.

 

Das ist mal wieder typisch für Skandinavien :-)

Inlandsbahn

Bahnhof

Die zweite Nacht in Åsarna wird mit -25°C die bisher kälteste auf dieser Reise. Unser Wohnmobil kommt bestens damit klar, morgens ist nichts eingefroren.

 

Beim Frühstück beobachten wir das Treiben an der Tesla-Ladestation direkt neben dem Campingplatz.

 

Zeitweise sind fast alle Stromsäulen besetzt. Die Fahrer gehen im Skicenter Kaffee trinken oder holen sich ihr Essen To-Go. Durchschnittlich vertödeln sie eine halbe Stunde.

Ladesäulen

Thermometer

Unser Wohnmobil ist dagegen in wenigen Minuten mit Diesel vollgetankt und kann dann über 1000 km fahren. Die E-Autos müssen im Winter wahrscheinlich nach etwa 300 km wieder für mindestens eine halbe Stunde an die Ladestation. Der Strompreis ist besonders im Süden von Schweden stark gestiegen, ob die Rechnung, mit dem E-Auto günstiger zu fahren, langfristig aufgeht? Für das Skicenter ist es jedenfalls ein gutes Geschäftsmodell. Das tägliche Mittagsbuffet, werden die Tesla-Fahrer wohl häufig nutzen.

Skype

So schön es ist, lange mit dem Wohnmobil unterwegs sein zu können, so sehr vermissen wir doch die persönlichen Kontakte, besonders seit der Pandemie.

 

In den letzten beiden Jahren gab es nur wenige Gelegenheiten, unsere Verwandten und Freunde von Angesicht zu Angesicht zu treffen. Dafür nutzen wir, so oft es geht, die virtuellen Möglichkeiten.

 

Immer, wenn wir auf den Campingplätzen schnelles Internet zur Verfügung haben, geben wir allen Bescheid und der eine oder andere meldet sich dann per Skype.

 

Ein Videocall kann zwar keine Umarmung ersetzen, doch die neuesten Neuigkeiten lassen sich auf diesem Wege ganz gut austauschen und wenn es nur um frisch gebackenes Brot geht.

 

Uns machen diese virtuellen Treffen immer sehr viel Spaß. Danke liebe Elisabeth und lieber Attila für den tollen Screenshot.

Schneepflug

Über Nacht hat es ein paar Zentimeter geschneit. Die Schneepflüge machen wieder Platz.

 

Das Wetter lädt nicht zu Aktivitäten im Freien ein. Uwe geht trotzdem raus und kümmert sich um Frisch- und Abwasser, während ich Weißbrot und Kuchen backe.

 

Nebenbei lassen wir die ziemlich vereisten Fenster im Schlafbereich abtauen. Anschließend kommen die Isomatten wieder dran.

Frost am Fenster

Eisenbahnbrücke

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit überkommt uns doch der Lagerkoller. Wir gehen noch ein paar Schritte vor die Tür.

 

Bis zur Eisenbahnbrücke ist es nicht weit, allerdings müssen wir in der malerisch aussehenden Landschaft durch tiefen Schnee stapfen. Für eine längere Wanderung brauchen wir auf jeden Fall die Schneeschuhe oder die Fjällski.

 

Touren in Åsarna Touren

Svenstavik 10.-11.1.2022

Stellplatz

Hitzeschutzblech

Eigentlich wollten wir in Svenstavik einkaufen und dann in die Berge fahren, doch nun brauchen wir eine Werkstatt.

 

Bei der Abfahrt in Åsarna liegt ein Stück vom Hitzeschutzblech unter dem Auto und es sieht so aus, als wenn in der Mitte unter dem Wohnmobil Auspuffgase austreten. Nur gut, dass das Blech nicht während der Fahrt abgefallen ist, dann hätten wir es wohl kaum bemerkt und über kurz oder lang wäre der GFK-Boden beschädigt worden.

"Mekonomen" (ATU von Schweden) hat erst in drei Tagen wieder Termine frei, doch man empfiehlt uns eine andere Werkstatt, die über mehrere Hebebühnen verfügt.

 

In "Kårwiks Bilverkstad" werden wir von Matthias empfangen. Er will am nächsten Tag nachschauen, was mit dem Auspuff los ist. Hoffentlich bringen uns die beiden lustigen Mechaniker-Maskottchen, die wir für unsere Enkel geschenkt bekommen, Glück und die Reparatur dauert nicht so lange.

Mechaniker

Werkstatt

Auspuff

Auf der Hebebühne zeigt sich bei einem Test mit künstlichen Auspuffgasen, dass die gesamte Abgasanlage porös ist. Außerdem zerlegt sich das Hitzeschutzblech in Einzelteile. Beides muss erneuert werden. Ersatz soll nächste Woche lieferbar sein.

 

Da der Wohnmobilstellplatz in Svenstavik nicht so komfortabel ist, wie der Campingplatz in Åsarna, fahren wir die 15 km zurück und beziehen unseren alten Platz, um auf die Ersatzteile zu warten.

Åsarna 11.-20.1.2022

Campingplaz

Vielleicht sollte es so sein, dass wir den defekten Auspuff bemerken und noch nicht in die Berge fahren. Über das Jämtlandsfjäll und Lappland zieht ein Wintersturm her, der je nach Höhenlage starke Regen- und Schneefälle mit sich bringt. In einigen Kommunen wird die Schule eingestellt. Manche Straßen sind gesperrt.

Wetterradar SMHI

Åsarna liegt direkt unterhalb der Sturmfront. Wir bekommen zwar den Wind zu spüren, doch es bleibt vorerst sonnig. Die Temparatur steigt deutlich, was für ein Kontrast zu den -23°C in der letzten Woche!

Wärmeeinbruch

Spikes

Karte

Die Straßen und Gehwege sind spiegelglatt, die Streufahrzeuge fahren unentwegt, ohne Spikes unter den Schuhen geht gar nichts.

 

Auf der Wanderkarte haben wir eine Halbinsel namens "Tyskland" gesehen. Dort zieht es uns hin.

 

Wenn wir schon keinen Kurztrip nach Deutschland machen können, dann wenigstens einen Spaziergang zu einer Siedlung, in der vielleicht deutsche Auswanderer leben.

Uns gefällt die Ansammlung hübscher Holzhäuser in einer herrlichen Landschaft.

 

Wir treffen leider niemanden um nachzufragen, hören aber einen Hahn krähen. Das ist ungewöhnlich für Schweden und ein Indiz dafür, dass hier wirklich Auswanderer leben.

 

Auf jeden Fall haben sich die Bewohner einen traumhaft schönen Platz ausgesucht, um im Sommer mit dem tollen Hausboot auf den See rauszufahren.

Am See

Hausboot

Am Nachmittag beginnt es zu regnen. Das war's dann erstmal mit dem Pulverschnee. Auf unseren letzten drei Winterreisen hatten wir jeweils um die gleiche Zeit auch einen solchen Wärmeeinbruch. Ab Mitte Januar hat der Winter dann wieder Gas gegeben. Der Schneefall in der folgenden Nacht lässt darauf hoffen.

Polarlichtvorhersage

Es geht auf Vollmond zu und der Himmel wird immer klarer. Die App sagt gegen 23 Uhr eine 50%ige Wahrscheinlichkeit vorher, dass in Åsarna Polarlichter erscheinen. Uwe hat mitten in der Nacht keine Lust mehr rauszugehen. Aus der Dachluke sind sie jedoch nicht zu sehen, das Fremdlicht ist zu hell.

 

Also ziehe ich mir allein nochmal die Winterklamotten über, schnappe die Fotoausrüstung.und gehe ein paar Schritte über den großen Parkplatz, um von den Straßenlaternen wegzukommen. In der Ferne sehe ich mehrere Fahrzeuge mit Blaulicht und denke, vielleicht ist dort ein Unfall passiert.

An der E45 läuft jemand mit einem sehr hellen Scheinwerfer herum und kommt direkt auf mich zu. Es ist ein Polizist, der mir erklärt, dass sie einen Sträfling aus dem Gefängnis suchen und ich nicht in Richtung Blaulicht laufen soll. Nun wird mir auch klar, warum heute Nachmittag im Sturm ein Hubschrauber in geringer Höhe rumgeflogen ist.

 

Nur gut, dass ich nicht allein und ohne Handy durch den Wald zum See gelaufen bin. Das war's dann mit den Polarlichtern für heute. Ich kehre auf dem kürzestem Weg zurück ins Wohnmobil.

Mond

Durch den Wärmeeinbruch erschöpfen sich allmählich die Möglichkeiten, um ohne Ski etwas zu unternehmen. Das Wochenende müssen wir noch abwarten, dann werden hoffentlich die Ersatzteile für's Auto geliefert. An der Tesla-Ladestation herrscht wieder Hochkonjunktur, so gibt es aus dem Fenster immer was zu gucken.

Tesla Ladestation

Samstag spazieren wir zwischen den beiden Brücken am Fluss entlang. Die nicht von Schnee geräumte Straße am Südufer lässt sich gut laufen, nur der Scooterweg auf der anderen Seite ist teilweise komplett mit Eis überzogen. Ohne Schuhspikes tun wir uns an einigen Stellen schwer, doch wir kommen durch.

Fluss

Brücke

Kirche

Der Sonntag macht zumindest am Nachmittag seinem Namen alle Ehre. Bei herrlichem Sonnenschein drehen wir eine ca. 10 km lange Runde. Das Wegnetz aus Scooterspuren, Wanderwegen, Mountainbiketracks und Loipen ist in Åsarna unglaublich dicht und gut ausgeschildert, so dass wir stets neue Varianten entdecken.

 

Montag erfahren wir, dass das Hitzeschutzblech für's Wohnmobil erst Mittwoch geliefert wird. Somit müssen wir uns noch was für den bevorstehenden Geburtstag einfallen lassen.

Wald

Traumhaus

Nach dem Frühstück besorgt Uwe Tomaten für die Rentierburger und nutzt die Gelegenheit ohne mich unterwegs zu sein, um mit einem Strauß Tulpen aus dem Supermarkt meinen einzigen Wunsch zu erfüllen. Einen Blumenladen gibt es hier im Dorf nicht.

 

Am späten Vormittag ziehen wir mit den Fjällski los. Beim Freilichtmuseum liegt eine Feuerstelle, diese wollen wir nutzen, um das Rentierhackfleisch zu brutzeln und das Polarbrot aufzubacken.

Winterreise 2021/22

Buffet

Rentierburger

Mit Axt und Säge bewaffnet sind wir darauf eingestellt, Holz zu machen, doch das ist gar nicht nötig. Es liegen schon ein paar Scheite bereit. Schnell ist das Feuern entfacht und schon wird es gemütlich.

Geburtstag

Geburtstagstorte

Zum Kaffeetrinken sind wir wieder im Wohnmobil. Den Kuchen habe ich gestern gebacken, denn einen Bäcker gibt es hier im Ort auch nicht.

 

Ein Spruch sagt: "Wenn die Kerzen für die Lebensjahre nicht mehr auf den Kuchen passen, wird man alt". Ich empfinde das nicht so und versuche erst gar nicht 53 Kerzen unterzubringen. Lieber zünde ich für jeden spannenden Monat des neuen Lebensjahres eine Kerze an. Dass sie die Nationalfarben unseres Winterexils haben, ist reiner Zufall.

Höglekardalen 20.-31.1.2022

Neun Tage mussten wir auf die Lieferung des neuen Hitzeschutzbleches warten. Der Auspuff war schon nach zwei Tagen da.

 

In der Werkstatt werden nicht viele Worte gemacht. Matthias schreitet sofort zur Tat. Während der Montage gehen wir einkaufen. Kaum zurück, ist auch schon das Wohnmobil fertig. Wir bedanken uns mit einer Packung "Merci" und düsen ab in die Berge.

Neuer Auspuff

Kirche in Hallen

An die Kirche von Hallen erinnern wir uns vom letzten Winter. Hier zweigt die Straße nach Bydalen ab.

Im Tal

Skigebiet

Auf dem gesamten Campingplatz ist nur eine einzige Parzelle frei. Wir müssen die Schneeketten anlegen, um das Wohnmobil auf dem eisigen und abschüssigen Untergrund auszurichten, doch es gelingt uns fast gerade zu stehen. Petter, der Betreiber, verrät per Telefon, wo der Schlüssel für das Sanitärgebäude versteckt ist. Nun sind wir angekommen.

 

Ein kurzer Ausflug zum Skigebiet lässt hoffen. Auch wenn es in den letzten Tagen nicht viel geschneit hat, sehen die Pisten sehr gut aus.

Neuschnee

Die Entscheidung online einen 8-Tage-Skipass zu kaufen, erweist sich als gut. In der ersten Nacht fällt fluffiger Pulverschnee vom Himmel, so wie wir es vom letzten Jahr in dieser Gegend gewohnt sind.

 

Die moderaten Minusgrade sind genau richtig, um nicht zu frieren. Auf den knapp zwei Kilometern, die wir über eine Loipe zum Skilift laufen müssen, wird uns ohnehin schön warm.

 

Im Januar ist in allen Skigebieten nicht viel los, wir sind um 9:30 Uhr die Ersten am Drehkreuz.

Thermometer

Die ersten am Lift

Die durchgehend gute Qualität der Pisten ist überraschend. An einigen Stellen liegt deutlich mehr Schnee als wir dachten. Auch fällt uns zum ersten Mal auf, dass im Skigebiet kaum Schneekanonen zu sehen sind. Wie wir später auf der Webseite nachlesen, werden nur 13 der insgesamt 45 Abfahrten künstlich beschneit. Man setzt auf Naturschnee. Das erklärt die sehr griffigen Pisten.

Kaffeepause

Genug Schnee

Dagens Lunch

Bei unserem letzten Aufenthalt war das Hotel und Restaurant "Wärdshus" außerhalb der Hauptsaison geschlossen. Diesmal warten die Kellnerinnen jeden Tag mit Kaffee und Zimtschnecken auf uns. Der Platz am Kamin ist uns sicher.

 

Zum Mittag kehren wir ab und an ins Restaurant "Drommen" ein, wenn uns das mit 11 € recht günstige "Dagens Lunch" zusagt.

 

Skifahren in Bydalen Bydalen

Restaurant Drommen

Dass eine weitere Warmfront mit Temperaturen um +5°C über die Berge zieht, ist leider nicht zu ändern. Dafür herrscht sonniges Wetter und die Fernsicht ist grandios. Man kann nicht alles haben!

Fernsicht

Die tagsüber angetauten Pisten überfrieren nachts und sind dann eigentlich vereist. Doch nicht so in Bydalen. Hier werden sie morgens von den Pistenbullis aufgeraut.

 

Es ist sagenhaft, welcher Aufwand täglich für ungefähr 30-40 Skifahrer betrieben wird. Alle wichtigen Lifte laufen und die Hauptpisten sowie Verbindungswege zwischen Hovde und Bydalen sind auf voller Breite präpariert. Das Skifahren macht richtig viel Spaß.

Schneewehe

Waffelstube

Waffel mit Rentierfleisch

Während die beiden Restaurants direkt im Skigebiet täglich geöffnet sind, gibt es nur am Wochenende die Chance auf Waffeln im "Fjällhalsen".

 

Vom letzten Winter wussten wir, dass es an zwei Stellen mühsam wird, dorthin zu gelangen, weil man nicht schnell genug rutschen kann, um aus den tiefen Senken wieder hoch zu kommen. Für die leckere Waffel mit Rentierfleisch und den Einkauf von lokalen Spezialitäten in der "Fjällbutik" hat sich das Abschnallen der Ski jedoch gelohnt.

Loipe zum Skilift

Die Loipe zwischen Campingplatz und Skigebiet verläuft an einem Fluss entlang. Hier muss auch ein Biber leben, wie dieser frisch gefällte Baum vermuten lässt. Sehen konnten wir den putzigen Gesellen jedoch nicht, nur seine Spuren im Schnee.

 

Unterwegs zum Skigebiet löst sich unbemerkt ein Steigfell vom Ski. Uns fällt es erst auf als wir es bei der Ankunft am Lift abziehen wollen. Der nette Pistenbullifahrer, der täglich die Loipe präpariert, hat es zum Glück gefunden und über einen Strauch gehängt.

Biberbiss

Durch das "warme" Wetter verwandelt sich der Campingplatz in eine Eisbahn. Die Fahrwege sind gestreut als wir vom Skifahren zurück kommen, doch die Parzellen bleiben spiegelglatt. Inzwischen haben wir einen Kübel mit Splitt vor dem Sanitärgebäude gefunden und auch rund um das Wohnmobil gestreut.

Glatteis

Wir versehen die Kamiken mit Spikes und Uwe versucht, auf unserem Platz etwas Schnee zu verteilen, um das Eis zu entschärfen. Dabei rutscht er trotz der Spikes aus und fällt auf das Handgelenk. Wir hoffen, dass nichts gebrochen ist, bandagieren das Gelenk und legen erstmal einen Ruhetag ein.

Wetterradar

Handgelenk verletzt

Vom Wetter her gibt es keinen Grund traurig zu sein, dass der Skitag ausfällt. Ständig ziehen Regen- oder Schneeschauer durch und es bläst ein kräftiger Wind. Die freie Zeit lässt sich gut nutzen, um die Wäsche zu waschen, die sich in den letzten Wochen angesammelt hat.

Waschraum mit Trockenschränken

Wir müssen in solchen Situationen immer an Anke denken, die wir 2007 in Finnland kennengelernt haben. Sie hat gesagt, dass alles was passiert, auch wenn es erstmal schlecht erscheint, für irgend etwas anderes gut ist und damit hat sie Recht. Unsere Sachen liegen nun sauber im Schrank.

Schneewolken

Powder

So wie es aussieht, ist Uwes Handgelenk nur geprellt. Der Ruhetag hat gut getan, es schmerzt nicht mehr ganz so stark. Das Skifahren geht wieder.

 

Ein wenig Neuschnee bedeckt das Eis auf dem Campingplatz und auch die Loipe zum Skigebiet ist frisch überzuckert.

 

An den Wochentagen haben wir die perfekten Pisten fast für uns allein und finden auch am Nachmittag noch unverspurten Schnee.

Restaurant

Im "Wärdshus" gibt es verbilligte Zimtschnecken vom Vortag zum Kaffee. Das werden doch nicht die sein, die gestern für uns vorgesehen waren? Auf jeden Fall schmecken sie auch heute noch lecker.

Blick nach Hovde

Die Tage vergehen schnell, dabei wird es absolut nicht langweilig. Durch das Pendeln von Hovde nach Bydalen und zurück sind wir jeden Tag zwischen 40 und 50 km auf den Brettern unterwegs. Das Liftpersonal kennt uns und mit dem einen oder anderen halten wir einen kurzen Schwatz.

 

Der letzte Skitag startet, wie schon in so vielen anderen Skigebieten, sonnig und mit etwas Neuschnee. Es entsteht immer den Eindruck, dass wir die Pisten in guter Erinnerung behalten und wiederkommen sollen, was wir sehr gern tun.

Am Lift

Sahneberge

Unfall

Dummerweise passieren am letzten Tag auch oft irgendwelche Unfälle, die nicht sein müssten. Manchmal sind wir zu übermütig oder einfach unaufmerksam.

 

Diesmal gehört es in die Kategorie "nicht aufgepasst". Beim Filmen einer Abfahrt von Uwe schaue ich auf den Monitor der Kamera anstatt auf die Piste und fahre blindlings vor einen Holzzaun. Da ich nicht besonders schnell bin, fängt der Zaun mich gut ab, doch mein linker Ski rutscht drunter her und das Knie wird ein bisschen verdreht.

Schneewehen

Es schmerzt nicht besonders doll, fühlt sich aber irgendwie seltsam an. Wahrscheinlich ist ein Band überdehnt. Da werden wir wohl mal wieder eine kleine Pause vom Skifahren einlegen müssen.

Neuschnee

Eingeschneit

Nur gut, dass unser Skipass schon abgelaufen ist, sonst wäre die Verlockung groß gewesen, auf die Piste zu gehen. 18 cm feiner Pulverschnee über Nacht sind nicht zu verachten.

 

Eigentlich wollten wir an unserem letzten Tag in Höglekardalen eine Skitour zum Wasserfall machen, doch die Milch ist sauer und Kaffee ohne Milch geht gar nicht! Also Planänderung und Langlauftour zur "Fjällbutik".

 

Nachmittag ist Schneeräumen angesagt.

Skitour

Flussquerung

An den Wochenenden füllt sich der Campingplatz mit den Dauercampern. Es fällt besonders auf, dass hier viele Familien mit Kindern ihr Domizil haben.

 

Freitag und Samstag öffnet sogar das Café, was uns die Gelegenheit gibt, für den Campingplatz zu bezahlen.

 

Am Montag verabschieden wir uns telefonisch von Petter und versprechen, im nächsten Winter wieder zu kommen. Es ist einfach schön hier!

Wohnwagen

Cafe

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