Häntzschelstiege

Ausgangspunkt für den angeblich einzigen Klettersteig im Elbsandsteingebirge, der sich wirklich Klettersteig nennen darf, ist der Ort Schmilka kurz vor der Grenze zu Tschechien.

 

Vom Parkplatz geht es zunächst durch den kleinen Ort hinauf bis zu den letzten Häusern und dann weiter auf der Teerstraße bis zum ersten Wegweiser. Ab hier folgt man der "Heiligen Stiege". Über viele Stufen geht es immer nach oben bis zur nächsten Hinweistafel.

Nun wußten wir mit unserer Beschreibung von Klettersteige.de nicht mehr weiter. Glücklicherweise kamen gerade zwei Wanderer, die sich auskannten.

 

Wir mussten Richtung Carolafelsen weiter gehen, aber dann nicht zum Carolafelsen abzweigen sondern weiter geradeaus bis zu dem Hinweisschild "Kein Abstieg".

Tipp: Den "verbotenen" Abstieg über die Zwillingsstiege sollte man nur an nicht so frequentierten Tagen wagen. An einigen Stellen kann man einander nicht ausweichen.

Nach einem glitschigen Felsabstieg geht es über eine Holzleiter in einen schmalen Felsspalt, durch den man sich etwas hindurchzwängen muss.

Auf der anderen Seite hatten wir Gegenverkehr und mussten ein paar Minuten warten bis wir die Zwillingsstiege über den mit Klammern gesicherten Steig herunterklettern konnten. Bei der ersten Gelegenheit wendet man sich dann nach rechts und erreicht ein paar Holztreppen, die zum Einstieg in den Klettersteig der Häntzschelstiege führen.

 

Der erste Teil schwingt sich luftig, aber unschwer empor. Die Seilsicherung ist durchgehend sehr gut. Wir waren die einzigen, die ein Klettersteigset dabei hatten. Man hätte den Steig auch ungesichert gehen können, doch es ist ein angenehmes Gefühl, sich an heiklen Stellen im Drahtseil einzuhängen.

Nach Querung der Affenstiege beginnt der zweite spannendere Teil. Erneut muss man sich durch einen schmalen Felsspalt quetschen und dann über Klammern empor steigen.

Der Klettersteig endet auf einem Felsplateau mit herrlicher Aussicht. Der Weg vom Plateau zurück in den Wald ist noch mit einigen gesicherten Stellen versehen. Bei den ungesicherten Spaltquerungen ist Vorsicht geboten. Dann gelangt man wieder auf den Wanderweg. Dort wendet man sich kurz nach links und folgt anschließend dem Wegeiser zur "Heilgen Stiege" nach Schmilka.

Tourdaten

Höhenunterschied ab Schmilka: ca. 420 m

Gehzeit mit kurzen Pausen:

2. Oktober 2013 --> 3 h 50 min,

Strecke: ca. 9 km (schlechter GPS-Empfang)

 

Unsere Meinung:

Angenehme Überraschung im Elbsandsteingebirge, mit einem solchen Steig hätten wir hier nicht gerechnet.

Tipp: Für Hungrige können wir die Mühlenbäckerei in Schmilka empfehlen.

Alles, was wir dort gekauft haben, war super lecker!

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