Calmont-Klettersteig

Samstag, 28.11.09

Freunde haben uns von einem Klettersteig im steilsten Weinberg Europas erzählt. Als eingefleischte Klettersteiggeher wollten wir uns diesen Steig natürlich nicht entgehen lassen und sind an einem grauen Novemberwochenende an die Mosel gefahren.

 

Wolkiges und kühles Wetter war vorhergesagt. Das hätte uns beim Wandern nicht gestört, aber die Vorhersage ist nicht so richtig eingetroffen. Es hat immer wieder geregnet und zeitweise auch gestürmt.

Logo Calmont

Wir haben uns jedoch nicht abschrecken lassen. Nach dem Motto "Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung" sind wir bewaffnet mit Regenkleidung und Schirm los marschiert.

 

Von unserem Wohnmobilstellplatz in Eller, direkt an der Mosel, ging es zur Eisenbahnbrücke, wo der Einstieg in den Steig bereits ausgeschildert war.

 

Was als ausgetretener Pfad beginnt, geht schon bald in leichte Kletterpassagen über.

Wie auf einem "ausgewachsenen" Klettersteig in den Alpen gibt es auch hier Leitern, Tritte, Stahlbügel und ausgesetzte Stellen, die mit Drahtseilen gesichert sind. Man sollte durchaus trittsicher und schwindelfrei sein, um den Steig genießen zu können. Er ist ideal für Leute, die ins Klettersteiggehen einsteigen wollen.

Tppe

Leitern

Blick nach Bremm und zum Kloster Stuben

Die Aussichten sind großartig. Bei schönen Wetter laden mehrere Rastplätze im Weinberg zum Verweilen ein. Man hat hat während der ganzen Tour die Mosel und die Dörfer Eller und Bremm im Blick.

 

Um diese Jahreszeit sind die Weinberge natürlich abgeerntet, aber am Wegesrand wachsen üppige Schlehenbüsche, die noch voller Früchte hängen.

 

Tipp: Hin und wieder haben die Winzer ein paar Trauben hängen lassen, die äußerst süß und schmackhaft sind.

Inzwischen hat es kräftig angefangen zu regnen und wir hatten die Wahl: Aufstieg zum Gipfelkreuz oder Abstieg nach Bremm. Der eigentliche Klettersteig führt nicht über den Calmont-Gipfel, sondern direkt nach Bremm.

Doch was ist ein richtiger Klettersteig ohne Gipfel?

 

Also Schirm aufspannen und weiter. Jacke und Hose waren ohnehin schon ziemlich nass. Vielleicht hätten wir etwas eher die Regenhosen anziehen sollen, nun war es zu spät.

Gipfel des Calmont Moselschleife

Das obligatorische Gipfel(kreuz)foto haben wir nur aus der Schutzhütte geraus gemacht. Bei Sonnenschein könnte man hier oben länger verweilen und die Aussicht auf die Moselschleife genießen. Uns wurde recht schnell kalt, so dass wir auf dem kürzesten Weg nach Bremm abgesteigen sind. Der Regen hat den Forstweg ziemlich augeweicht. Hier war die Gefahr auszurutschen, deutlich größer als auf dem Klettersteig.

 

In Bremm sind wir im Hotel Hutter eingekehrt. Das Argentinische Rumpsteak mit Weinbergpfirsich und Ziegenkäse überbacken war köstlich. Dazu gab es selbst gemachte Rösti mit frischen Kräutern.

 

Eigentlich wollten wir bei dem Mistwetter mit dem Bus nach Eller zurück fahren, doch zur planmäßigen Abfahr-zeit kam kein Bus, so dass wir über den Rad- und Fußweg zurück gewandert sind.

Gipfelhöhe: 423 m

Entfernung: 10,5 km (gesamte Rundtour)

Gehzeiten:

1:30 Std. (Eller ->Gipfelkreuz)

1:00 Std. (Abstieg -> Bremm)

0:20 Std. (Bremm-> Eller)

Unsere Meinung:

Für diese Höhenlagen gelungener Steig mit einigen leichten Kletterpassagen

(Klettersteigset und Helm nicht erforderlich)

Klettersteig-Flyer

Wanderwege an der Mosel

Webcam

 

 

Klettersteige

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