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An der Kreuzung zur Panamericana ist Uwe erst mal in Richtung Peru abgebogen. Er wollte unbedingt bis zur Grenze fahren, die nur noch wenige Kilometer von uns entfernt lag. Ab dem Abzweig zum Flughafen von Arica hätten wir Autobahngebühren bezahlen müssen, so dass wir doch nicht bis zum Grenzübergang gekommen sind.

 

Nach einem kurzen Abstecher zum Flughafen, um zu schauen, wo wir den Mietwagen abgeben mussten, sind wir in die Stadt gefahren.

Ortseingang

Straße in Arica

Außerhalb des Stadtzentrums sind wir bereits an einigen Campingplätzen vorbei gekommen. Wir wollten aber gern in der Nähe der Universität zelten. Hätten wir gewusst, wie schmal und zugeparkt die steilen Straßen im Zentrum sind, dann wären wir wahrscheinlich sofort außerhalb geblieben.

 

Abenteuerlich war die Fahrt durch das Einbahnstraßengewirr. Den Campingplatz haben wir nicht gefunden und kehrt gemacht nach Villa Frontera etwas außerhalb von Arica. Wir waren die einzigen Campinggäste und wurden herzlich willkommen geheißen.

Camping La Armada

Dienstag, 14.11.2017

Nach der gestrigen Erfahrung mit den Sraßenverhältnissen im Zentrum haben wir uns für den Stadtbummel einen großen Parkplatz hinter dem Bahhof unterhalb des Hügels El Morro ausgesucht. Dieser war jedoch schon voll, so dass wir ein Stück weiter bis zur ehemaligen Insel Alacran fahren mussten. Die Insel ist inzwischen mit dem Festland verbunden und bietet sich für einen Spaziergang an. Am Strand waren die Wellenreiter unterwegs und von dem kleinen Hügel mit einem Leuchtturm hatten wir einen schönen Blick über die Insel.

El Morro

Trotzdem wir schon viele Fischmärkte auf der Welt besucht haben, gehen wir immer wieder gerne hin und jedes Mal ist es ein bisschen anders.

 

Besonders gut gefällt uns, dass man hier die Einheimischen trifft und ein bisschen vom alltäglichen Leben mitbekommt.

 

Gern kommen auch die Pelikane, Möwen und Robben zum Hafen. Fällt doch meist ein Leckerchen für sie ab.

Idiofrauen

Pelikane

Es ist immer wieder erstaunlich, wie geschickt die Fischer ihren Fang filetieren und die Gräten den gierigen Tieren zum Fraß vorwerfen. Sie sahen alle wohlgenährt aus.

Fischmarkt

Lokomotive der Bolivien-Bahn

Vom Hafen sind wir zum ehemaligen Bahnhof der Eisenbahn von Arica nach La Paz in Bolivien geschlendert und haben uns die alte Dampflok von 1924 der Lokwerke Esslingen angesehen.

 

Züge nach Bolivien verkehren hier keine mehr. Das Bahnhofsgebäude war nur von außen zu besichtigen. Rundherum wurde gebaut, gut möglich, dass es als Museum irgendwann neu eröffnet wird.

Tipp: In der Fußgängerzone Paseo 21 de Mayo haben wir zum ersten Mal in diesem Urlaub kostenlos Geld bei der Scotiabank von Chile abgehoben. Alle anderen Banken verlangen Gebühren.

 

Ansonsten gibt es alle möglichen Geschäfte, wer Shopping mag, kommt hier auf seine Kosten.

 

Wir haben uns lieber dem El Morro zugewendet und sind bis zum unteren Aussichtspunkt "Shrine of the Our Lady of Mount Carmel" aufgestiegen.

Fußgängerzone

Haus

Straße in Arica

Auch aus dieser recht geringen Höhe hatten wir einen guten Ausblick über das Stadtzentrum und den Hafen.

Aussichtspunkt

Blick vom Aussichtspunkt

Beim Abstieg sind wir an der Plaza Vicuña Mackenna heraus gekommen. Auffällig und anziehend wie ein Magnet liegt dort die Catheral de San Marcos. Sie wurde im 18. Jahrhundert nach Plänen von Gustave Eiffel errichtet. Bis auf zwei Holztüren besteht das in den Werkstätten von Eiffel vorgefertigte Gebäude aus Gusseisen.

Kirche

Kirche innen

Peruanische Fischplatte

Tipp: Inzwischen hatten wir Hunger und sind zum Mittagessen gleich um die Ecke in das Lokal "Sanra Y Bendita" eingekehrt. Die Preise sind touristisch hoch, doch die Peruanische Fischplatte mit dem Patagonischen Bier war es allemal wert.

 

Der Verdauungsspaziergang hat uns durch die Marktstraßen zurück zum Auto geführt. Den Nachmittag haben wir auf dem Campingplatz verbracht.

Marktfrau

Marktstraße

Die Nacht war dann nicht so schön ruhig wie gestern. Der Chef vom Campingplatz hat bis zum frühen Morgen am Pool seinen 40. Geburtstag gefeiert. Vielleicht hätte er uns mit einladen sollen, dann wären wir nicht so sauer gewesen, weil wir nicht schlafen konnten.

Valle de Azapa

Mittwoch, 15.11.2017

Nachdem wir noch etwas müde das Zelt abgebaut hatten, fiel der Abschied vom Camingplatzchef denoch freundlich aus. Wir haben ihm zum Geburtstag gratuliert und sind anschließend zu unserer für die letzte Nacht in Arica gebuchten Unterkunft gefahren. Das Haus lag in einem Wohnviertel und war schwierig zu finden. Eine Straße weiter gab es noch einmal die gleiche Hausnummer und wir haben einfach mal geklingelt. Eine Frau hat geöffnet, sie war ein wenig irritiert, hat uns aber trotzdem herein gebeten und unseren Gastgeber angerufen. Wir konnten zwar nichts verstehen, aber er musste sich wohl einiges anhören, warum er denn nicht daheim sei, wenn seine Gäste kommen und wer weiß was noch. Letztendlich lag das Haus eine Straße weiter und unser Gastgeber kam wenig später zu Fuß angelaufen. Wir haben uns mit einer Schachtel Pralinen bei der Frau bedankt, die sich sichtlich gefreut hat, dass sie uns helfen konnte.

Valle de Azapa

Nach einem Schwätzchen mit unserem Gastgeber und der Absprache, was wir gern zum Frhstück essen möchten, sind wir ins Azapatal gefahren.

 

Auf dem Weg dahin liegt der riesige überdachte Markt "Terminal Agro", wo die Einheimischen aus dem Valle de Azapa ihre landwirtschaftlichen Produkte anbieten. Die Fläche ist so groß, dass die Kunden mit Einkaufswagen durch die Markthalle fahren.

Agrarmarkt

Agromarkt

Erdbeeren im Überfluss

Cazuela-Suppe

An den leckeren Erdbeeren konnten wir natürlich nicht vorbei gehen ohne welche davon zu kaufen.

 

Ein kleines Restaurant am Rand der Halle hatte noch einige wenige Plätze frei. Wir waren wahrscheinlich die einzigen Touristen und bekamen wie immer auf Spanisch erklärt, was es zu essen gibt.

 

Wie bereits in anderen Restaurants haben wir geschaut, was die Nachbarn auf dem Tisch hatten und genau das geordert. In diesem Fall die leckere Chilenische Gemüsesuppe Cazuela.

Unterwegs gab es einige Geoglyphen zu sehen. Wir finden diese "Steinzeichnungen" nicht besonders spannend, doch wenn sie am Wegesrand liegen, schauen wir sie uns durchaus an.

Geoglyphen im Valle Azapa

Geoglyphen

Zurück in Arica sind wir noch zum Strand gefahren und waren an der Promenade ein leckeres italienisches Eis essen. Ziemlich am Ende vom Strand steht ein interessantes Schilfboot, wie die Kontiki.

Am Strand

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