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Salar de Surire

Bergkulisse

Der Salzsee Salar de Surire war unser heutiges Tagesziel. Ein kleiner Erdwall, der wahrscheinlich die Piste nach Bolivien versperren solle, war leicht überwunden und schon hatten wir das Willkommensschild vor uns.

 

Auch wenn der See flächenmäßig nicht mit dem Salar de Uyuni in Bolivien mithalten kann, so ist er doch auf den ersten Blick sehr beeindruckend. Eine riesige weiße Fläche lag vor uns und mittendrin die traumhafte Therme Polloquere, an deren Ufer wir bis zum Picknickplatz fahren konnten.

Eingangsschild

Therme von Polloquere

Salzkruste

Zügig war das Zelt innerhalb der schützenden Mauer aufgebaut und schon konnten wir beginnen, Brokkoli zum Mittag zu kochen. Dabei hatten wir nicht bedacht, dass wir uns auf 4200 m befanden. Das Gemüse wollte einfach nicht gar werden, denn das Kochwasser hat in dieser Höhe nur 86°C.

 

Inzwischen waren ein paar Tagestouristen mit ihrem Guide am Picknickplatz angekommen und es entwickelte sich ein nettes Gespräch. Sie konnten die vielen leckeren Brötchen mit Avocado, Tomate und Käse gar nicht allein aufessen und luden uns ein. Wir haben für alle ein kühles Bier spendiert.

Nach dem Essen sind wir ein Stück am Ufer des Sees und auf der Salzkruste entlang gewandert. Wegen der Höhe waren nur langsame Bewegungen angesagt.

 

Als wir zurück gekommen sind, standen die netten Ranger von der CONAF an der Therme und haben die Campinggäste registriert.

 

Außer uns waren noch zwei Deutsche mit einem kleinen Wohnmobil und ein Paar aus Neuseeland mit Fahrrädern an der Therme.

Salzruste

CONAF-Mitarbeiter

Wir wurden darauf hingewiesen, dass je nach Windrichtung der Schwefelgestank der Lagune zu unserem Zeltplatz hinziehen und uns schwindelig werden könnte.

 

Den eigentlichen Zeltplatz etwas oberhalb vom Wasser hatten wir gar nicht gesehen, weil wir direkt am Ufer langgefahren sind.

 

Der Wind stand zum Glück günstig, so dass wir auf unserem schönen Platz stehen bleiben konnten.

Thermas

Am Abend haben wir ein Bad in der Therme genommen. Den Badeplatz mussten wir mit Bedacht wählen, einige Stellen waren extrem heiß.

 

Die Kulisse rund um den See ist herrlich, am liebsten wären wir stundenlang im Wasser liegen geblieben.

 

An unserem Picknickplatz gab es anschließend Abendessen und der Tag ist mit einem schönen Sonnenuntergang ausgeklungen.

Entspannung

Flamingolagune

Flamingos

Samstag, 11.11.2017

Die Nacht war wieder kühl, doch nicht so kalt wie an den El-Tatio Geysiren. Morgens hat die Therme ordentlich gedampft.

 

Aus der Ferne konnten wir einige Flamingos erkennen. Sie haben sich über Nacht im Wasser die Füße gewärmt. Wir sind noch vor dem Frühstück hingelaufen, um sie zu beobachten. Im spiegelglatten Wasser war es herrlich anzusehen, wie sie bei unsererem Annäherungsversuch durch die Lagune gewatet sind.

Frühstück

Dieselreserve

Nach dem Frühstück hat Uwe den Kanister in den Tank entleert, so konnten wir versuchen, den Kanister bei nächster Gelegeheit zu verschenken.

Flamingobrutsträtte

Nandu

Auf der Fahrt am See entlang gab es mehrere Stichstraßen zum Ufer. Hinweisschilder auf Nistplätze der Flamingos hielten uns davon ab, zum Ufer hinunter zu fahren. Dafür konnten wir weiter weg ein paar Nandus beobachten.

Salzabbau

Salzhaufen

Wir kamen immer näher zur Westseite des Salzsees. Hier wird lithiumhaltiges Salz abgebaut, welches im Zeitalter der Elektromobilität sehr gefragt ist.

 

Kolonnen von LKWs holten den kostbaren Rohstoff ununterbrochen ab. Staub und Lärm machten die Fahrt Richtung Guallatire nicht gerade zum Vergnügen.

 

Wir fanden es trotzdem interessant, dem geschäftigen Treiben ein Weilchen zuzusehen.

Tipp: Auf dem Betriebsgelände der Salzmine gibt es eine Tankstelle, die allerdings keinen Diesel an Touristen verkauft. Wenn man aber in Not ist, lässt es sich vielleicht verhandeln.

 

Ob es an unserem Minenfahrzeug lag oder einfach nur an der Freundlichkeit der LKW-Fahrer wissen wir nicht, auf jeden Fall wurden wir von allen entgegenkommenden Fahrzeugen gegrüßt und das waren nicht wenige. Wir sind aus dem Winken gar nicht mehr heraus gekommen.

Abraum

Guallatire

Kirche

Glockenturm mit Vulkan

In Guallatire lockt eine wunderschöne Adobe-Kirche zur Besichtigung. Gleich daneben liegt ein überdachter Picknicklatz auf dem wir unser Mittagessen, Tortillas mit Salami, Avocado und Tomate zubereitet haben.

 

Im Hintergrund waren die Rauchfahnen des Guallatire, dem mit 6071 m dritthöchsten aktiven Vulkan der Erde zu erkennen. Zuletzt ist er 1960 ausgebrochen.

Tipp aus Wiki: Der Gipfel kann über einen steilen, teilweise schneebedeckten Hang und einen anschließenden Firngrat mit Steigeisen relativ einfach bestiegen werden. Bei der Polizei ist vorab eine Genehmigung einzuholen.

 

Es besteht die Möglichkeit, sich mit einem Geländefahrzeug bis auf ca. 5.200 m hinauffahren zu lassen, was die Besteigung auf eine Tagestour reduziert. Das kann aber nur gut akklimatisierten Bergsteigern empfohlen werden!

Vulkan Guallatire

Thermas de Churiguaya

Nette Begegnung

Auf der Fahrt zum Lago Chungara sind wir an einer weiteren Therme vorbei gekommen. Eigentlich wollten wir hier übernachten, doch mir war der Mann mit der schwarzen Maske nicht geheuer und es war kalt und windig.

 

Wir sind trotzdem in das kleine Häuschen mit dem Thermalbad hinein gegangen und haben uns mit dem "schwarzen Mann" unterhalten. Er hatte die Maske wahrscheinlich nur zum Schutz vor Wind und Sonne auf. Seine Augen haben freundlich gefunkelt und er hat uns die Therme gezeigt.

Ich sollte nicht immer so voreilig nach dem Äußeren urteilen. Letztendlich haben wir ihn ein Stück auf der Ladefläche mitgenommen. Es war ein Viehhirte, der zu seiner Herde wollte. In der Therme hat er sich nur ausgeruht.

 

Auf einem Pass haben wir dann noch einmal angehalten. Es kam uns ziemlich hoch vor und das GPS hat bestätigt, dass wir uns auf 4700 m Höhe befanden. So weit oben waren wir noch nie mit dem Auto. Wir waren beeindruckt, was hier in Chile möglich ist!

Passhöhe

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