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Ankunft im Barafu Camp

Nach knapp 6 Stunden sind wir gegen 14:30 Uhr im Barafu Camp angekommen.

 

Oberhalb von 4100 m war frischer Schnee gefallen und am späten Nachmittag kam sogar noch einmal die Sonne heraus.

Das Camp ist sehr steinig und uneben, trotzdem hatte unsere Crew einen sehr guten Platz für die vier Zelte gefunden. Frühe Ankunft sichert hier wahrscheinlich die besten Plätze. Bis zum Abendessen haben wir sehr gut geschlafen.

Zelte im Barafu Camp

Bei den Begleitmannschaften drehten sich inzwischen alle Gespräche um das Wasser (Suaheli-Maji). Wir hatten schon zu Dickson gesagt, dass wir auf die Schüssel mit dem Waschwasser verzichten. Doch es schien so, als wenn manche Trupps zu wenig Wasser zum Kochen aus dem Karanga Tal mitgenommen hatten. Wir haben uns nur gewundert, dass sie nicht einfach Schnee schmolzen, aber von Dickson erfuhren wir später, dass um diese Jahreszeit normalerweise kein Schnee im Camp liegt.

Dienstag, 02.01.2007, Tag 7

 

Um 00:00 Uhr (wieder eine halbe Stunde später als geplant J) sind wir zusammen mit Dickson und Kennedy zum Gipfel aufgebrochen.

 

Der Vollmond war so hell, dass wir zeitweise nicht mal eine Stirnlampe brauchten.

Aufbruch um Mitternacht

Nachtwanderung

Der festgetretene Schnee war überfroren und glatt. Normalerweise hätte man Steigeisen gebraucht.

Dickson und Kennedy haben uns später erzählt, dass sie noch nie soviel Schnee am Kibo gesehen hätten. Das erklärte auch, warum sie mit dem Gehen im Schnee nicht vertraut waren.

Wir haben dann festgelegt, dass wir immer neben der Hauptspur in den noch losen Schnee treten und uns im Zickzack, wie in den Alpen, nach oben durchkämpfen.

 

Mit dieser Taktik sind wir gut und schnell vorangekommen.

Es war sehr kalt und windig, schätzungsweise -10 bis -15 °C. Wir hatten zwei Unterhosen, eine Skihose, T-Shirt, Skipullover, Fleece und Skijake an und haben trotzdem noch gefroren. Unsere einzige Sorge war, dass wir vor dem Sonnenaufgang am Uhuru Peak ankommen und in der Kälte noch warten müssen. Da Dickson unser Tempo am besten einschätzen konnte, haben wir ihn gebeten, so zu gehen, dass wir erst oben sind, wenn die Sonne rauskommt.

Gegen 5:30 Uhr haben wir den Stella Point und damit den Kraterrand erreicht. Ab hier gilt der Berg als bestiegen und man bekommt das grüne Zertifikat.

 

Viele Gipfelaspiranten kehren an dieser Stelle um, denn bis zum Uhuru Peak ist es noch einmal eine knappe Stunde.

 

Für uns war klar, dass wir das goldene Zertifikat wollen!

Stella Point

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