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Samstag, 30.12.2006, Tag 4

 

Aufbruch am Machame Camp um 8:15

 

Machame Hut

Dickson

Direkt nach dem Camp beginnt die Heide- und Moorlandzone. Bei schönem Wetter muss der Blick auf den Kibo phantastisch sein. Wir sind jedoch wieder in Wolken gewandert und gegen Mittag hat der schon obligatorische Regen eingesetzt. Wie gestern haben uns die Träger nach kurzer Zeit überholt. Wir waren dann mit Dickson, unserem Guide, und Kennedy, unserem Assistant Guide, allein unterwegs.

Flussüberquerung

Nic und Ted am Fluss

Die heutige Etappe war etwas anspruchsvoller, der Weg ausgesetzter und wir mussten hin und wieder Wasserläufe überqueren.

Senecie

Weiter oben auf mehr als 3500 m sind die ersten Senecien und Lobelien aufgetaucht, sehr beeindruckende Pflanzen in dieser Höhe.

Lobelie

Der Aufstieg zum 3800 m hoch gelegenen Shira Camp dauerte 4,5 Stunden. Bei unserer Ankunft hat es wie aus Eimern gegossen, da waren wir froh, dass unser eingespieltes Team schon die Zelte aufgebaut und einen Wassergraben geschaufelt hatte. Auch die Säcke mit unseren Sachen lagen bereits im Zelt.

Shira Camp

Bei dem Mistwetter hat sich Dickson nachmittags lange zu uns gesetzt und die Entstehungsgeschichte des Kilimanjaromassivs erklärt.

 

Die Vulkane Shira, Mawenzi und Kibo entstanden vor ca. 1 Millionen Jahren und wuchsen alle auf eine Höhe von etwa 5000 m. Zuerst erlosch Shira vor ca. 500.000 Jahren und fiel in sich zusammen. Mawenzi und Kibo wurden über 5000 m groß und wuchsen durch die Lavaströme am heutigen Saddle (Marangu Route) zusammen. Bald darauf erlosch auch der Mawenzi. Shira und Mawenzi sind verwittert, während der Kibo weiter wuchs bis auf eine Höhe von ca. 5900 m. Eine der größten Eruptionen ereignete sich vor etwa 360.000 Jahren, bei der auch die Kaldera von Shira mit Lava gefüllt wurde und somit das Shira-Plateau entstand.

 

Eine interessante Geschichte, zumal wir am Etna bereits einen Vulkanausbruch erlebt haben und uns somit bildlich vorstellen konnten, was hier passiert war.

Shira Camp

Das Abendessen war ebenso lecker wie gestern und die Nachtruhe angenehm. In dieser Höhe hat sich wahrscheinlich erstmals unser vorheriges Höhentraining bemerkbar gemacht. Einige hatten in dieser Nacht bestimmt Kopfschmerzen.

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