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Mittwoch 03.01.2001, Tag 33

 

Von Christchurch sind wir nach Auckland und dann weiter nach Fiji geflogen.

Bei der Ankunft auf Fiji schlug uns die feuchtheiße unangenehme Luft entgegen. Mit Röcken bekleidete Einheimische haben uns mit landestypischer Musik begrüßt. Vom Vertreter des Reiseveranstalters wurden uns Muschelketten umgehangen. Das Taxi zum Hotel stand schon bereit, die Klimaanlage lief auf Hochtouren, es war fast so kalt wie im Kühlschrank. Alles war bestens und "tourimäßig" organisiert ...

Nachdem noch zwei allein reisende Frauen zugestiegen waren, ging die Fahrt zu den Hotels los. Schon bei der Ausfahrt aus dem Flughafenbereich wären wir am liebsten umgedreht. Der Flughafen war mit Stacheldraht eingezäunt, militärisch bewacht und mit Panzersperren ausgerüstet. Dieser Umstand war für uns nicht gerade vertrauenerweckend. Dann ging es über Straßen und Schotterpisten Richtung Süden.

Unterwegs haben wir ein paar Blicke auf das wirkliche Leben in Fiji erhaschen können, bevor wir in der vorgegaukelten heilen Welt der Hotelanlage angekommen sind. Am Straßenrand saßen die Erntehelfer der Zuckerrohrernte. Wahrscheinlich hatten sie Feierabend und haben auf den Bus gewartet. Immer wieder sind uns LKW beladen mit Zuckerrohr entgegen gekommen. Der sogenannte Sugar Train ist mehr Touristenattraktion als wirkliches Transportmittel für Zuckerrohr.

Eine der Mitreisenden ist unterwegs bei einer kleinen Pension ausgestiegen, dort hätten wir auch gern gewohnt, aber leider findet man diese nicht in den Prospekten, die man in Deutschland bekommt. Über Zeltplätze haben wir auch keine Informationen bekommen, deshalb haben wir das Hiddeway Resort gebucht. Von der Preisklasse her entsprach es nicht gerade unseren Vorstellungen, aber es sah im Prospekt ganz nett aus.

 

Individualtouristen, die das wahre Leben im Land mitbekommen möchten, würden wir empfehlen nicht vorzubuchen. Am Ausgang vom Flughafen sind viele Übernachtungsmöglichkeiten in allen Preis- und Ausstattungsklassen angeschlagen und direkt zu buchen.

Tolle Südsee werden viele Touristen beim Anblick der oberen Fotos denken. Die Hotelanlage erfüllt das typische Urlaubsklischee: Sandstrand mit Palmen, klares warmes Wasser ....

 

Schön angelegt war das Resort wirklich, aber es spiegelt nicht im geringsten das wirkliche Leben von Fiji wider, wie man es auf dem linken Bild sehen kann.

Kurz nach unserer Ankunft haben wir erst einmal gebadet und uns in die Sonne gelegt. Kaum dass wir zu unseren Sachen, die wir auf den Liegestühlen liegengelassen hatten, zurückkamen, stand schon ein Security-Man daneben um uns zu warnen: Wir sollten auf keinen Fall irgendwelche Sachen unbeaufsichtigt liegenlassen und uns nicht mit den Einheimischen unterhalten usw.

 

Spätestens von da an ist uns die Lust auf Fiji ganz vergangen. Wir haben uns über einen Monat frei in Neuseeland bewegt uns sollten nun, eingesperrt in einer Hotelanlage, die letzten Urlaubstage genießen? Das würde uns unter diesen Umständen kaum gelingen!

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