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Geysir

Sonntag, 16.08.2009

Ab dem Busbahnhof in Reykjavik fahren im Sommer täglich Busse in alle Richtungen des Landes. Vom Campingplatz gibt es morgens einen Zubringer, so daß man pünktlich zur Abfahrt der Überlandbusse am Terminal eintrifft.

 

Tipp: Die Fahrkarten kauft man am Schalter. Hier gibt es auch spezielle Buspässe für bestimmte Strecken. Wir wollten jedoch die volle Flexibilität und haben jede Teilstrecke separat bezahlt. Am Ende ist es auch nicht viel teurer als ein Buspass. Der Vorteil dabei ist, dass man die Route frei wählen und spontan ändern kann.

Busbahnhof Krater

Die Busse sind zwar mehr oder weniger Linienbusse, doch die meisten Einheimischen bewegen sich mit dem Auto fort. Die Überlandverbindungen werden hauptsächlich durch Touristen genutzt.

 

Die Busfahrer sind darauf eingestellt und in der Regel sehr freundlich, geduldig und hilfsbereit. Sie halten auch schon mal an der einen oder anderen Sehenswürdigkeit auf der Strecke an. Wie hier z.B. am Krater Kerid auf der Fahrt Richtung Geysir. Es gibt dann eine Fotostopp von ein paar Minuten bevor die Fahrt weiter geht.

 

Die Busfahrpläne in Island sind so bemessen, dass die Busse immer vor der angegebenen Zeit an der nächsten Haltestelle eintreffen und pünktlich wieder abfahren.

Gegen Mittag sind wir im Geysirgebiet angekommen. Gleich gegenüber der Bushaltestelle liegt der schöne Campingplatz. Von hier aus sieht man schon die Fontäne des Strokkur und die dampfenden heißen Quellen.

 

Die großen Birken hinter unserem Zelt gab es vor 10 Jahren noch nicht. Auf der Fahrt hierher ist uns aufgefallen, dass in den vergangenen Jahren sehr viele Bäume angepflanzt wurden. Damals war das Land in der Nähe von Reykjavik wesentlich karger.

Ca,pingplatz am Geysir
Geysir

Das Thermalgebiet rund um den Geysir ist zwar eingezäunt, aber es wird kein Eintritt kassiert. In Island sind die Naturattraktionen frei zugänglich.

 

Der Spaziergang durch das Quellgebiet führt über einen befestigten Weg. Hinter der Absperrung brodelt und zischt das kochende Wasser aus vielen kleinen Erdlöchern, wie in einer Hexenküche.

Zentraler Punkt ist der Strokkur, das Butterfaß. Er bricht zuverlässig alle paar Minuten aus und ist ein tolles Foto- und Videomotiv.

 

Das gesamte Areal lässt sich von dem leicht zu besteigenden Hügel hinter dem Quellgebiet gut überblicken.

 

Unten links liegt der alte Geysir, von dem alle anderen Springquellen ihren Namen haben. Er ist der älteste bekannte und gelegentlich noch aktive Geysir.

Geysirgebiet
Geysir 1 Geysir 2
Geysir 3 Geysir 4

Ein Ausbruch des Strkkur ist immer wieder interessant zu beobachten. Es bildet sich eine Wasserblase, die mehrmals nach oben und unten wabert bis die Oberflächenspannung nicht mehr ausreicht und eine Fontäne aus kochendem Wasser und Dampf 25-35 m in die Höhe schießt, manchmal auch mehrmals hintereinander.

 

Tipp: Der heiße Regen geht je nach Windrichtung an verschiedenen Stellen ringsherum um den Geysir nieder. Es empfiehlt sich, die Dampfwolke zunächst ein paar Mal zu beobachten, bevor man ein Stativ mit der wertvollen Fotoausrüstung aufstellt. Wir haben etliche Leute mit ihren Kameras heiß duschen sehen.

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