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Kennicott

Mittwoch, 04.09.2013

Auf der anderen Seite der Fußgängerbrücke über den Kennicott River fährt stündlich ein Shuttle in die 5 Meilen entfernte Minenstadt Kennicott (5$ one way).

 

Dort befand sich von 1911 bis 1938 eine der reichsten Kupferminen der USA, die heute als Geisterstadt zu besichtigen ist. Der Rundgang beginnt im früheren Store, dem heutigen Besucherzentrum, wo man Übersichtspläne und weitere Informationen für Wanderungen in der Umgebung bekommt.

Store & Visitor Center

Mill Building

Top of Mill Building

Einige der alten Gebäude sind zugänglich, doch auch nur die Kulisse ist sehenswert. Hier könnte man prima Filme drehen. Ein bisschen Interesse für Industrieschrott sollte man allerdings schon mitbringen, ansonsten lohnt die beschwerliche Anreise nicht.

Schrott

Die Natur holt es sich langsam zurück

Power House

Kessel

Sehr interessant fanden wir das Kraftwerk. Es war erforderlich, um die Mühle zu betreiben. Zwei Dieselgeneratoren, eine Dampfturbine und ein Wasserrad sorgten für Strom und Dampf.

 

Es gab sogar eine Art Fußbodenheizung, um die Fußwege für die Arbeiter im Winter frei von Schnee und Eis zu halten.

Druckanzeige

Wer nach der Besichtigungstour noch Lust auf eine kurze Wanderung hat, kann am Ortsausgang von Kennicott 1,5 Meilen weiter zum Roots Gletscher wandern. Der Gletscher ist leicht zugänglich.

Tipp: Dort wo der Shuttle ankommt, kann man Steigeisen ausleihen. Wir haben versucht, ohne Zacken unter den Füßen auf den Gletscher zu gehen, sind aber nicht weit gekommen. Es ist einfach zu glatt!

Root Gletscher

Fuß auf dem Eis

Nach der Wanderung waren wir hungrig und sind in die Glacier View Lodge eingekehrt. Von der Veranda hatten wir einen super Blick auf die Gletschermoräne und der Bisonburger mit einem Alaskan Amber Bier hat lecker geschmeckt.

Glacier View Lodge

Lunch

Mc Carthy

Mc Carthy Hotel

Mc Carthy war zu Zeiten des Minenbetriebs ein Rotlichtbezirk für die Arbeiter. Heute leben dort ein paar alternative Leute, die die alten Häuser bewohnen und Unterkünfte sowie einige Shops und Restaurants für Touristen eingerichtet haben.

 

Im Hotel von Mc Carthy kann man stilecht übernachten. Alle Räume sind mit Möbeln aus der damaligen Zeit eingerichtet. Beim Komfort muss man allerdings Abstriche machen, denn die Räume sollen nicht über eine eigene Dusche und WC verfügen.

Rezeption

Lobby

Ansonsten sind wir recht schnell einmal komplett herum spaziert. Einige Häuser sehen ganz nett aus, aber auf den Grundstücken liegt alles herum, was man vielleicht irgendwann noch gebrauchen könnte. Wir würden es als Müll bezeichnen, uns hat es nicht gefallen.

Haus in Mc Carthy

Haus in Mc Carthy

Dass Mc Carthy und Kennikott autofrei sind, ist ein Mythos, der gern in Reisehandbüchern erzählt wird. Insgesamt gibt es in beiden Orten mehr Schrottautos als Einwohner. Etliche Autos sind noch in fahrtüchtigem Zustand und in Mc Carthy haben wir auch eine, mit einem Tor versperrte, Autobrücke über den Fluss gesehen.

Saloon in Mc Carthy

Autobrücke nach Mc Carthy

Da uns in der Nacht das Gas ausgegangen ist und die zweite Flasche nicht, wie von Go North versprochen, aufgefüllt war, mussten wir heute noch zurück Richtung Highway fahren. Wir haben im Kenny Lakes RV Park übernachtet. Der Shop und die Tankstelle sind glücklicherweise bis 23 Uhr geöffnet, so dass wir die Gasflaschen auffüllen lassen konnten.

Kenny Lake RV-Park

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