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Wadi Shab

Dienstag, 29.11.2016

Wir sind gespannt, wie lange es im Oman noch erlaubt sein wird, wild zu campen.

 

Wenn zu viel Camper kommen, aber keine Sanitäreinrichtungen installiert werden, gibt es hier bald die gleichen Schwierigkeiten, wie man sie inzwischen in Island hat.

 

Seit dem großen Touristenansturm der letzten Jahre ist wildes Zelten in einigen Gegenden Islands verboten.

Strandcamp in Fins

Frühstück ist fertig

Wir haben gut geschlafen und das Frühstücksbuffet wieder auf der praktischen Heckklappe des Toyota Landcruiser aufgebaut.

 

Inzwischen hatte unsere Campingausrüstung ihren Stammplatz im Heck gefunden und alles lag griffbereit. Der Pappkarton für die Küchenutensilien und die mit Eiswürfeln gekühlte Angelkiste aus Styropor als Kühlschrank hatten sich prima bewährt.

 

Wir hätten noch wochenlang weiter campen können.

Heute Vormittag stand das Wadi Shab auf dem Besichtigungsprogramm.

 

Von unserem Zeltplatz waren es nur wenige Kilometer bis zu dem kleinen Ort Ash-Shab zurückzufahren.

 

Der Startpunkt zur Wandertour liegt unter der Autobahnbrücke. Vom Parkplatz mussten wir zunächst mit dem Boot auf die andere Seite übersetzen (Hin- und Rückfahrt 1 Rial p.P.)

Parkplatz unter der Autobahn

Bootsfahrt

Tipp: Die beste Zeit, das beliebte Wadi zu besuchen, ist der frühe Vormittag, wenn noch nicht so viele Touristengruppen unterwegs sind. Erfahrungsgemäß beginnt die Rush Hour gegen 11 Uhr.

 

Die Bootsfahrt dauert nur wenige Minuten, ist aber ein schönes Erlebnis, vor allem dann, wenn man ohne weitere Gäste transportiert wird und sich noch ein wenig mit dem Steuermann unterhalten kann.

Im Wadi

Der Wanderweg führt meistens oberhalb der Wassergumpen an der Felswand entlang. Manchmal ist das Flussbett auch zu durchqueren. Wir hatten die im Reiseführer empfohlenen Badeschuhe angezogen. Das war jedoch nicht notwendig. Im Gegenteil, mit festen Wanderschuhen ist man hier auf jeden Fall besser bedient.

Hinweisschild

Wanderung zu den Pools

Nach ca. 1 Stunde Wanderzeit steigt der Pfad nach rechts steil bergan. Es lohnt sich noch ein Stück weiter zu gehen, um von oben in die Badegumpen zu schauen.

Blick von oben ins Wadi

Spannend ist es, anschließend durch das Wasser zu der im Flussbett gelegenen Höhle vorzudringen.

Eingang zu den Pools

Tipp: Wasserdichte Säcke mitnehmen!

 

Wir sind relativ schnell in tiefes Wasser gelangt und hätten unsere Rucksäcke nur schlecht schwimmend transportieren können. Die Sachen am Einstieg zurückzulassen, ist auch keine gute Idee, obwohl wir es im Oman als sehr sicher empfunden haben und wahrscheinlich niemand etwas wegnehmen würde.

 

In den Pools waren die Badeschuhe nützlich. Man hätte aber auch barfuß gehen können.

Ab ins Wasser

Traumhafter Pool

Felsspalt

Seil am Wasserfall

Das Highlight der Schlucht ist die Höhle mit einem Wasserfall, in die man nur schwimmend durch einen schmalen Spalt hinein kommt.

 

Das ist nicht Jedermanns Sache, aber eigentlich unproblematisch. Unter Wasser ist der Spalt so breit, dass man bequen schwimmen kann und auch über Wasser sind wir nirgends angeeckt.

 

Innendrin ermöglicht ein Seil den Ausstieg über den Wasserfall, Uwe hat es probiert, aber leider nicht geschafft.

Mit uns waren noch ein paar Studenten des Marine-Ingenieurwesens aus Nizwa in der Höhle, die auch fleißig mit der Actioncam fotografiert haben. Sie wollten uns erneut animieren, über den Wasserfall hochzuklettern, doch nach Uwes gescheitertem Versuch hatten wir aufgegeben. Die Unterhaltung beim gemeinsamen Zurückschwimmen war allerdings wieder sehr interessant. Die Jungs haben nicht schlecht gestaunt, als ich erzählt habe, dass ich auch Ingeneiur von Beruf bin.

In der Höhle

Auf der Rückwanderung stand die Sonne bereits im Wadi und mehr und mehr Touristen kamen uns entgegen. Wir waren froh, so früh aufgebrochen zu sein. Die Bootsführer am "Wadi-Eingang" waren sehr aufmerksam und kamen recht schnell zur Anlegestelle, um uns zum Parkplatz überzusetzen.

Frösche

Rückfahrt mit dem Boot

Auf der weiteren Fahrt über die Autobahn Richtung Muscat sind wir an verlassenen Mauthäuschen vorbei gekommen. Es sollte mal eine Autobahngebühr eingeführt werden, doch ist dieser Plan nie umgesetzt worden. Nun sind die Mautstellen verwaist.

Mautstelle

Da wir noch irgendwo etwas essen mussten, sind wir in Qurayyat zur Küste hinunter gefahren. In einem indischen Imbiss am Hafen gab es leckeres Hähnchen mit Reis und Salat als preisgünstiges "Take Away". Mit dem Snack haben wir uns in einem der gemütlichen Picknickpavillons niedergelassen.

Qurayyat

Nachmittags sind wir wieder in der Villa Behlys in Muscat angekommen. Die Haushälterin Nalem hat uns das gleiche Zimmer wie am Anfang unserer Reise zugeteilt.

 

Wir haben uns schon richtig heimisch gefühlt und hatten keine Lust mehr, am Abend noch einmal in die Stadt zu fahren.

 

Beim Inder gegenüber gab es leckere Schawarma-Rollen und frische Kokosnüsse, was wollten wir mehr!

Villa Behlys

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