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Ras al-Jinz

Die Küstenstraße nach Norden führt durch kleine Fischerdörfer, die auf uns einen etwas ärmlichen Eindruck machten.

 

Die Frauen am Wegesrand haben, sobald sie uns gesehen hatten, ihr Gesicht hinter einem blickdichten Schleier verborgen.

 

Das wirkte für uns befremdlich, doch viele Europäer kommen in dieser Gegend nicht vorbei und die Lebensweise ist noch immer sehr traditionell. Von daher hatten wir Verständnis dafür.

Küstenstrasse

Ras al-Jinz Resort

In Höhe von Ras al-Jinz sind wir zum Turtle Resort gefahren, denn unsere Buchung über die Website www.rasaljinz-turtlereserve.com für die Tour zum Schildkrötenstrand am nächsten Tag war nicht bestätigt worden. An der Rezeption haben wir eine Buchungsnummer bekommen und anschließend das nicht unbedingt empfehlenswerte Schildkrötenmuseum besucht.

Ras al-Hadd Holiday Resort

Zimmer mit Meerblick

Bei der Ankunft an unserem Hotel, dem Ras al Hadd Resort, waren wir erst mal enttäuscht. Der viereckige Klotz wirkte wie ein Arbeiterwohnheim aus der ehemaligen DDR.

 

Das äußerst freundliche und hilfsbereite Personal hat den ersten Eindruck dann etwas relativiert.

 

Unser großes, sauberes Zimmer mit Meerblick fanden wir ganz in Ordnung, doch es war sehr hellhörig. Man konnte jedes Wort im Nachbarzimmer verstehen.

Das Abendessen im völlig unterkühlen Speiseraum war das schlechteste Essen, was wir im ganzen Oman bekommen haben. Es gab typisch deutsche Küche, aber so gut wie ungewürzt. Wir können das Hotel absolut nicht weiterempfehlen, nur leider gibt es im Umkreis nicht viele Alternativen und Zelten ist im Naturschutzgebiet nicht erlaubt. Aus heutiger Sicht hätten wir vielleicht in den Palmwedelhütten des Al-Naseem Camp übernachten sollen.

Montag, 28.11.2016

Um 4:45 Uhr haben wir im Ras al-Jinz Turtle Resort unseren Guide für den Schildkrötenstrand getroffen. Die Gruppe bestand aus nur 5 Personen, abends zu der Tour um 21 Uhr sollen es zwei Gruppen a 10 Leute gewesen sein.

 

Wir sind mit dem Geländewagen zum Strand runter gefahren und wurden vom Guide zu je drei Leuten aufgeteilt, um nach Schildkröten zu suchen. Uwe und ich haben mit unserer Begleiterin relativ schnell eine gefunden und den anderen Leuchtzeichen gegeben.

Grabende Schildkröte

Schildkröte gefunden

Spur

Grabende Schildkröte

Mit der Eiablage war die ca. 1 Meter große grüne Meeresschildkröte schon fertig. Sie hatte begonnen, Sand über die Eier zu schaufeln. Die Arbeit an Land ist äußerst anstrengend für die im Wasser sehr flinken Meeresschildkröten. Sie hat laut geschnauft und viele Pausen eingelegt.

 

Als es langsam hell wurde, musste sie sich beeilen, um wieder in die Brandung zu kommen. Die Abdrücke, die die Schildkröten im Sand hinterlassen, sehen aus wie kleine Traktorspuren.

Beobachter

Zurück ins Meer

Einige tote Schildkrötenbabies lagen im Sand. Sie schlüpfen meist in den frühen Morgenstunden und laufen so schnell wie möglich zum Meer. Auf dem Weg dorthin prägen sie sich ihren Geburtsort ein und kommen Jahre später zur Eiablage zurück.

 

Viele Jungtiere werden von Möwen und Füchsen gefressen. Die Natur sorgt dafür vor, indem die Schildkrötenmütter hunderte von Eiern pro Saison legen. Wir haben gelesen, dass es statistisch nur eines von 20.000 Schildkrötenbabies schafft, geschlechtsreif zu werden.

Babyschildkröte

Bizarre Felsen

Tipp: Selbst wenn es nicht gelingt, eine Schildkröte aufzuspüren lohnt es, den Strand von Ras al-Jinz zu besuchen. Dies ist allerdings nur bis Mittags ohne Führer erlaubt. Die traumhaften Felsformationen sind auf jeden Fall sehenswert.

Felsformation

Sonnenaufgang

Nach dem Sonnenaufgang ging es zurück ins Hotel und wir haben uns bis zum Frühstück noch einmal hingelegt. Gegen Mittag sind wir dann in Richtung Sur aufgebrochen.

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