Zugspitze, Höllental-Klettersteig

Der Höllental-Klettersteig ist unserer Meinung nach der schönste und abwechslungsreichste Weg auf Deutschlands höchsten Berg.

 

Gestartet sind wir zu der sehr langen Tour früh morgens gegen 6:00 Uhr am Campingplatz in Grainau. Zunächst geht es durch den Ort Richtung Hammersbach, wo der Wanderweg ins Höllental beginnt. Von hier aus haben wir nach ca. 1/2 Stunde den Eingang in die Höllentalklamm erreicht. Die Kasse war diesmal schon besetzt, so dass wir nicht wie vor neun Jahren kostenlos durch die Klamm durften.

 

Gestern gab es starken Regen. Überall hat es von den Felsen getropft. Wir waren froh, als wir die Klamm passiert hatten.

Höllentalklamm

Auf der anschließenden Wanderung in Richtung Höllentalangerhütte konnten wir bereits sehr gut den weiteren Weg auf den Zugspitzgipfel erkennen. Er sah schon zum Greifen nah aus und war doch noch so weit weg. Inzwischen waren wir zwei Stunden unterwegs, da bot sie die gemütliche Hütte für eine Rast an.

Blick auf den weiteren Weg Höllentalangerhütte

Wegweiser

Mit Kaffe und Schokoriegel gestärkt ging es weiter zum Ende des Talkessels und zum Klettersteigeinstieg. Schon kurz darauf erreicht man das berühmte "Brett", eine glatte Wand mit viel Tiefblick, die mit Hilfe von in den Fels gehauenen Eisenstiften überquert wird. Schwindelfreiheit ist für diese Passage unerlässlich!

Das "Brett"
Höllentalferner Randspalte

Anschließend führt der Steig über das Geröllfeld des Höllentalferner zum Gletscher, welchen man nicht unterschätzen sollte. Die aktuelle Information der Höllentalangerhütte gibt Empfehlungen bezüglich der Eisausrüstung. Wir haben nicht darauf gehört und statt der empfohlenen Steigeisen nur Mini-Grödel mitgehabt, die für Gletscherüberquerung nicht gerade optimal waren, aber mit etwas Mühe haben wir es geschafft.

Tipp: Auch auf Gletscherspalten sollte man achten. Es hat schon Spaltenstürze gegeben. Vor allem die Randspalte ist tückisch. Hier kommt es an schönen Tagen zu Wartezeiten und am Übergang zwischen Eis und Fels ist der Schnee oft weich. Zum Ausziehen der Steigeisen bleibt man am besten ein bisschen vom Rand weg.

Luftige Kletterei Blick zum Eibsee

Nun geht es über einen weiteren Klettersteig bis hinauf zum Zugspitzgipfel. Zunächst hat man noch eine schöne Aussicht zurück ins Höllental und auf den Gletscher. Doch schon bald schweift der Blick hinüber zum tiefblauen Eibsee.

 

Das obligatorische Foto am Gipfelkreuz ist zwischen den ganzen Seilbahntouristen nicht so einfach.

 

Ziemlich erschöpft, aber glücklich sind wir danach in den Rummel auf dem Zugspitzplateau eingetaucht.

Auf dem Zugspitzgipfel

Zugspitzplatt

Viel Spaß macht es jedoch nicht, sich nach solch einer großartigen Tour dort oben aufzuhalten. Deshalb haben wir uns für "günstige" 28€ pro Person ein Talfahrtticket geholt und sind mit der Seilbahn auf das Zugspitzplatt und anschließend mit der Zahnradbahn nach Grainau gefahren. Zum Kaffee waren wir wieder auf dem Zeltplatz.

Zahnradbahn Campingplatz Grainau

Tourdaten

Höhenunterschied: ca. 2210m

Gehzeit ohne Pausen:

Juli 2003 --> 5 3/4 Stunden

August 2012 --> 6 3/4 Stunden

Unsere Meinung:

Der schönste Weg auf die Zugspitze

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