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Färör Inseln

Montag, 16.06.2014

Gefühlt war es die ganze Nacht hell, man muß sich erst wieder daran gewöhnen, dann ist Mittsommer richtig toll. Mit guten Wetteraussichten sind wir vom Campingplatz in Vestmanner zu einer Rundfahrt über die Inseln Stremoy und Eysturoy aufgebrochen.

 

Der hübsch am Sundini Fjord gelegenen Ort Eidi war unser erster Zwischenstopp. Wie in jedem Ort auf Färör gibt es hier eine nordische Kirche, Holzhäuser mit Grassodendächern und natürlich ein Fußballfeld.

Campingplatz Vestmanner

Eidi

Fußballfeld

Auf der Bergstraße von Eidi in Richtung Funningur haben wir mehrmals angehalten.

 

An einem Aussichtspunkt steht ein Fernglas mit dem man zu den Felsen Risin und Kellingin hinüber schauen kann. Der Sage nach sind es zwei Trolle, die versucht haben, die Färör Inseln nach Island zu ziehen, was ihnen jedoch vor Tagesanbruch nicht gelang, so dass sie versteinert sind.

 

Im Gras neben dem Rastplatz konnten wir zwei balzende Austernfischer beobachten.

Vögel

Felsformationen Risin und Kellingin

Bergwanderung auf den Slaettaratindur

Als Bergsteiger war es für uns ein Muss, den höchsten Berg der Inseln zu "erklimmen". Ausgangspunkt für die Besteigung des 882 m hohen Slaettaratindur ist der Parkplatz mit den Koordinaten N62°17.139' und W007°00.404'. Für den Aufstieg gibt es keinerlei Hinweise oder Kennzeichen. Ein Einheimischer hat uns den Weg erklärt. Zunächst übersteigt man den Schafzaun und dann geht es relativ direkt über die Grashänge hinauf. Nach der zweiten Felsstufe wird ein ausgetretener Pfad sichtbar, der zunächst um den Gipfel herum und dann in leichten Serpentinen hinauf führt.

Während des Aufstieges hatten wir eine schöne Aussicht auf den Stausee und auf die Trollfelsen. Der Gipfel hat sich dann in Wolken gehüllt. Auf dem großen Plateau gibt es einen Steinwall mit ein paar Brettern als Sitzgelegenheit für die windgeschützte Rast. Wir haben ca. 1:15 h für den Aufstieg gebraucht. Vom Parkplatz sind 480 Höhenmeter zu überwinden. Am Ende wartet leichte Blockkletterei.

Tipp: Die Hänge sind teilweise recht steil. Vor allem beim Abstieg sollte man gut auf den Pfad achten, um nicht plötzlich vor einer schwierig zu überwindenden Felsstufe zu stehen.

Idyllisches Gjogv

An unserem nächsten Ziel Glógv waren wir überwältigt von der idyllischen Lage des kleinen Ortes. Alles sah aus wie gemalt: die Gegend, die Ansammlung von bunten Holzhäusern, das satte Grün mit den gelben Sumpfdotterblumen und der langgestreckte Naturhafen. Einen Spaziergang durch Glógv können wir jedem Färör-Urlauber nur empfehlen.

Naturhafen von Gjogv

Neugiriges Schaf

Warme Quelle bei Fuglafjordur

Die letzte Sehenswürdigkeit für heute war die warme Quelle bei Fuglafjordur. Allerdings hätten wir diese ohne die Wegbeschreibung des äußerst freundlichen und sogar Deutsch sprechenden Herrn Petersen in der Touristeninformation nie gefunden.

 

Der Quelle, die etwa mit 18°C aus der Erde sprudelt, soll besonders starke Heilkräfte besitzen und wenn Paare davon trinken, deren Liebe für die nächsten Jahre stärken. Wir haben natürlich auch davon getrunken. Das Wasser schmeckt zumindest sehr gut, was es für Kräfte hat, wird sich vielleicht noch zeigen.

Dienstag, 17.06.2014

Den Campingplatz in Vestmannar können wir aufgrund der Lage nicht zum Zelten empfehlen, auch wenn er einen kleinen Aufenthaltsraum mit Küche hat. Bei Westwetterlagen hält sich hartnäckiger Nebel in der Bucht und es regnet immer wieder, während es in Orten, die nur wenige Kilometer weiter südlich oder östlich liegen, freundlich ist. Schon nach dem Überqueren der Hochebene in Richtung Kvivik haben die Wolken aufgelockert und die Sonne kam heraus.

Walfangstation in Vid Air

Trankessel

Unsere heutige Tour führte zunächst nach Vid Air, wo wir uns die alte Walfangstation angeschaut haben. Ein paar Leute sind anscheinend dabei, die Gebäude zu restaurieren und eine Art Museum aufzubauen. Momentan ist die Ausstellung allerdings nur ein Sammelsurium an Stahlschrott, was wir trotzdem interessant fanden.

Kirche in Kollafjordur

Kirche in Haldarsvik

Echte Schmuckstücke der kleinen Orte auf den Färörs sind die Kirchen. ln Kollafjodur steht diese recht alte Kirche aus dem 18.Jh. Eine Rundkirche haben wir in Haldarsvik gefunden. Das Gotteshaus in Tjornuvik sah typisch nordisch aus und letztendlich waren wir noch in Saksun, wo eine sehr alte ebenfalls mit Grassoden gedeckte Kirche zu finden ist. In der Regel sind die Eingänge verschlossen, man kann jedoch meistens durch die Fenster ins schlichte Innere hinein schauen.

Kirche in Tjornuvik

Kirche in Saksun

Die Fahrt nach Tjornuvik lohnt sich nicht nur wegen der Kirche sondern auch wegen der abwechslungsreichen Fahrt entlang des Fjordes und des Ensables alter Häuser in der Ortsmitte.

Tipp: Eine ältere Dame betreibt hier ein Café mit einem kleinen Souvenirshop.

Häuser in Tjornuvik

Versandeter Hafen in Saksun

Von Saksun aus kann man bei Ebbe auf dem angespülten Sand durch eine Schlucht bis zum Meer wandern. Saksun liegt allerdings auch im Westen wie Vestmanner und dementsprechend unbeständig ist das Wetter hier, so dass wir nur ein Stück gewandert und dann im Nieselregen umgedreht sind.

Aussicht oberhalb von Kvivik

Mittwoch, 18.06.2014

Gegen Mittag sind wir in Torshavn angekommen und hatten noch 4 Stunden Zeit, um uns die Stadt anzusehen.

Tipp: Die Parkzeit im Stadtzentrum ist fast überall auf 30 min begrenzt. Am Hafen gibt es einen großen Parkplatz, wo man bis zu 8 Std. parken kann.

Altstadt

Fenster

Ein Bummel durch den Hafen macht Spaß. Mit etwas Glück trifft man Fischer, die ihren Fang zerlegen und zum Kauf anbieten. Von hier aus ist es auch nicht weit bis in die Altstadt. Die mit Gras gedeckten Holzhäuser sind liebevoll restauriert und es finden sich viele schöne Fotomotive.

 

Wir sind dann noch ein wenig durch die Innenstadt geschlendert und haben uns die Schaufenster angesehen. Mittagessen waren wir in einem netten Café. Um 16:00 Uhr ging's zum Check-in für die Fähre nach Island.

Altstadt

Torshavn Hafen

Kurz nach fünf ist die MS Norröna eingelaufen. Diesmal war das Autodeck so eng belegt, dass man kaum noch die Türen aufmachen konnte, deshalb durften nur die Fahrer im Auto bleiben. Alle anderen Passagiere mussten über die Gangway einsteigen. Pünktlich um 18:00 Uhr haben wir in Richtung Island abgelegt.

Die Nörrönna kommt

Raus auf's Meer

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