Wohnmobile, nein danke!

 

Ein 2004er Osterei aus Österreich

 

Das sagt die Pitztaler Bergbahn dazu

Und so geht man mit Gästebucheinträgen um

Ab heute heisst es auch im Pitztal "Wohnmobile, nein danke". Oder soll jemand, der autark mit dem Wohnmobil unterwegs ist, einen Campingplatz, der ca. 30 km vom Gletscher entfernt liegt, aufsuchen? Soll der Urlauber jeden Tag 60 km fahren? (Welch eine Luftverschmutzung.)

Privatgeländer der Pitztaler Gletscherbahn

Parkplatz am Pitztaler Gletscher

Wohnmobile und PKW, in denen übernachtet wurde, wurden hier bis vor kurzem geduldet. Die Bergbahn war sogar froh, Randalierer durch die Anwesenden in bewohnten Wohnmobilen und PKW fernzuhalten. Dafür konnten die Wohnmobilbesitzer Trinkwasser holen und ihre Campingtoiletten ordnungsgemäß entsorgen.

 

In diesem Jahr ist es zu Streitigkeiten zwischen der Bergbahn und der Tiroler Bergwacht gekommen. Die Leidtragenden sind dabei die Urlaubsgäste, die mit dem Wohnmobil oder PKW anreisen. Jene Gäste, die es sonst nicht gäbe, wenn die Bergbahn auf ihrem Privatgelände ein Übernachten untersagen würde. Diese Gäste würden sonst in andere Regionen ausweichen. Deutschland, Frankreich, Italien und die Schweiz, sowie alle skandinavischen Länder wären ihre Ziele.

 

Ein Streit, der wohl dadurch entstanden ist, dass die Campingplatzbetreiber in Jerzens auf Gäste hoffen, die an der Pitztaler Gletscherbahn übernachten. Ein autarker Wohnmobilbesitzer wird diesen Campingplatz, er liegt ca. 30 Kilometer weit weg vom Gletscher, nie nutzen.

 

Ein Streit, der Tirol bestimmt keine neuen Gäste bringen wird und alte Gäste vertreibt. Er wird auf Kosten der Urlauber ausgetragen, die für ein paar Tage unkompliziert Urlaub machen wollen. Diese Gäste werden in die oben genannten Länder ausweichen. Österreich wird dabei nur verlieren!

 

Folgende Fragen stellen sich:

 

1. Warum wird dieser Streit heute ausgetragen?

2. Wer verdient daran?

3. Sollte nicht der Urlauber gewinnen?

4. Will man nur bestimmte Urlauber in Österreich haben?

5. Geht es um Recht haben oder um Recht kriegen?

Mit so einem anonymen Schriftstück versuchen sie die Urlauber zu vertreiben.

Gehört unter solch ein Schreiben nicht wenigstens eine Unterschrift?

Oder arbeitet die Tiroler Bergwacht nur anonym?

 

Ostern 2005 haben wir vorher bei der Gletscherbahn angerufen. Der Streit war noch nicht endgültig geklärt, aber das Übernachten auf dem Parkplatz der Gletscherbahn nach wie vor erlaubt.

 

Seit 2006 sind die Fronten geklärt. Alles bleibt wie es war und die Gäste, die Unannehmlichkeiten durch die Bergwacht hatten, haben Gratisskipässe als Entschädigung bekommen.

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