Grande Chartreuse

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Film "Die große Stille"

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Von unserem Wohnmobilparkplatz in St Pierre de Chartreuse bot sich ein Ausflug zur großen Kartause, dem Mutterkloster des Kartäuserordens, an.

 

Wir sind hinunter nach La Diat gewandert und dann der Straße in Richtung Kloster bis zu den beiden Steinbrücken über das Flüsschen le Guirs Mort gefolgt. Die einladende Herberge liegt direkt an der Straße. Zwischen den Brücken steht ein Denkmal, welches an Bruno von Köln erinnert, der das Kloster im Jahre 1084 gegründet hat.

Pilgerweg

Zone der Stille

Zusammen mit sechs Gefährten hat er eine abgelegene Gegend gesucht und im Gebirge der Chartreuse gefunden.

 

Die erste Eremitenkolonie bestand aus ein paar um einen Kreuzgang gruppierten Holzhäuschen und einer Steinkirche. Diese wurden durch eine Steinlawine zerstört und etwas weiter südlich wieder aufgebaut. Später ist die große Kartause insgesamt achtmal abgebrannt und immer wieder neu errichtet worden.

Eingebettet in die Berge

Wir sind am Museum vorbei zunächst direkt bis zum Kloster aufgestiegen und haben es oberhalb auf einem Bergpfad umrundet. Dieser lohnt sich jedoch nicht, da hohe Bäume die Sicht auf das Gelände versperren.

Tipp: Ein schöner sonniger Platz mit guter Aussicht liegt auf der Wiese hinter dem großen Jesuskreuz.

 

Von hier aus konnten wir die von hohen Mauern eingeschlossene Anlage gut überschauen. Leider gewähren die Mönche keinen Enblick in ihr Leben. Sie halten sich streng an ihr Schweigegelübde, welches sich nicht mit Besuchern vereinbaren ließe.

 

Tipp: Der Film "Die große Stille" wurde im Kloster von einem Regisseur, der einige Monate unter den Mönchen gelebt hat, gedreht.

Kreuz

Kloster

In der Bildmitte sind sehr gut die Pristerhäuser zu erkennen. Im Museum, welches wir im Anschluss noch besucht haben, war die Einrichtung der Mönchszellen früher und heute anschaulich dargestellt.

Kloster

Mönchzelle

Eine Gebetsnische, zwei Schreibtische für Studien und Schreibarbeiten, ein Waschbecken mit kaltem Wasser aus einem Krug und eine Holzpritsche mit ein paar Decken sind nicht gerade viele Einrichtungsgegenstände. Immerhin gibt es einen kleinen Holzofen, um die Zelle zu beheizen. Die alten Außentoiletten werden heute nicht mehr benutzt.

Moderne Mönchszelle

Toilette

Auch die Auswahl an Kleidung ist eher spärlich. Die Anzahl der Kleidungsstücke lässt sich an zwei Händen abzählen.

 

Versorgt werden die Mönche vegetarisch, ein Frühstück gibt es nicht und im Winter erhalten sie nur eine Mahlzeit pro Tag.

 

Für uns ist es unvorstellbar, dass in der heutigen modernen Zeit noch immer einige wenige Menschen diese Art zu leben freiwillig wählen.

Bett in Mönchszelle

Blick hinter die Mauern

Wo der Likör hergestellt wird

Bei unserem Rundgang entlang der Klostermauer konnten wir durch ein offenes Tor einen Blick in den Bereich werfen, wo die Brudermönche handwerklich arbeiten, während die Pristermönche sich ganz und gar dem Gebet hingeben. Hier werden auch die Kräuter für den berühmten Chartreuse-Likör gemischt, dessen Rezeptur nur zwei der Mönche kennen. Die Destillationsanlage befindet sich in Voiron und kann besichtigt werden.

Drechselbank

Türme und Dächer

Notre Dame de Casalibus

Weiter oben auf dem Berg liegt Notre Dame de Casalibus, eine Kirche die jedoch verschlossen ist.

 

Durch die Fenster in der Tür konnten wir zumindest einen Blick auf die wunderschönen Wandmalereien erhaschen.

 

Wenige Meter weiter haben wir die Chapelle St Bruno erreicht. Das Steinkreuz kennzeichnet eine Wasserentnahmestelle.

Auch die Kapelle ist verschlossen und die Fenster liegen so hoch, dass man eigentlich nicht hineinschauen kann.

 

Uwe ist es trotzdem gelungen mit einer etwas abenteuerlichen Baumstammkonstruktion ein Foto zu schießen.

 

Auf der Terrasse der Kapelle war es angenehm sonnig und wir haben es uns für die Mittagsrast gemütlich gemacht bevor wir zum Museum abgestiegen sind.

Wasserhäuschen

Chapelle St. Bruno

Blick in die Kapelle

Der Besuch des Museums hat den Ausflug sehr schön abgerundet. Ein Audioguide und gut gestaltete Ausstellungsräume geben interessante Einblicke in das abgeschiedenen Leben der Katäusermönche.

Museum

Ordenskreuz

Tourdaten

Strecke: ca. 20 km

Gehzeit: 7 Stunden

(inkl. Pausen und Museumsbesichtigung)

Höhendifferenz: ca. 380 m

 

Fazit: Leichte und abwechslungsreiche Wanderung mit sehr interessantem Museumsbesuch

Baumpilze

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