Schachenschloss

Wegweiser zum Schachen

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Schachenhaus (Berghütte)

Schachenschloss

Wegbeschreibungen

Wetter

Egal, welchen Weg auf den Schachen man wählt, der Auf- und Abstieg ist kein Zuckerschlecken. Alle Strecken sind sehr lang und mehr oder weniger schwierig zu begehen.

 

Wir haben uns für den schwierigsten Aufstieg entschieden und sind früh morgens um 6:45 Uhr am Kainzenbad in Garmisch-Partenkirchen gestartet.

 

Der Plan war, durch die Partnachklamm ins Reintal zu gehen.

Anstieg ab Abzweig Bockhütte

Hinweis: Am Eingang der Partnachklamm wurden diese Jahr neue Schilder angebracht, dass die Klamm außerhalb der Öffnungszeiten nicht mehr passiert werden kann. Wir hatten Glück, denn die Stahlgittertüren waren noch geöffnet, doch wir haben gehört, dass sie ab 15.8.2017 nachts verschlossen sein sollen.

 

Damit werden Wanderer in Richtung Zugspitze und Schachen völlig ausgebremst, denn entweder muss man den längeren Weg mit noch mehr Höhenmetern über die Partnachalm gehen oder warten bis die Klamm um 8 Uhr geöffnet wird. Dann ist es unter Umständen knapp mit der Talfahrt von der Zugspitze. Wir können kaum glauben, dass diese Maßnahme etwas mit Sicherheit zu tun hat, sondern wohl eher mit entgangenem Geschäft. Warum baut man nicht einfach ein automatisches Drehkreuz?

Drahtseilsicherung

Vom Ausgang der Partnachklamm sind wir auf einer eher langweiligen Forststraße etwa zwei Stunden bis zum Abzweig zur Bockhütte gewandert.

 

Anschließend wurde es anstrengend. In steilen Serpentinen hat sich der gut befestigte Weg ins Oberreintal hinauf gezogen. Auf den letzten Höhenmetern oberhalb der Oberreintalhütte sind sogar einige Passagen mit Drahtseilen versichert.

 

Wirklich schwierig war es für uns jedoch nirgendswo.

Blume mit Hummel

Blume mit Schmetterling

Auf einer wunderschönen Blumenwiese haben wir gerastet und die Hummeln und Schmetterlinge beobachtet. Nicht weit vom Ausstieg des Wanderweges liegt der Aussichtspunkt "Belvedere" von dem aus König Ludwig den wunderbaren Blick ins Reintal genossen hat.

Auf der rechten Seite war bereits das Schachenschloss zu sehen. Nach 4,5 Stunden Aufstieg hatten wir es geschafft. Die Führung um 11 Uhr haben wir nicht mehr mitmachen können, doch die nächste fand um 12 Uhr statt.

Schachenhaus

Wir hatten noch genug Zeit, um ins Schachenhaus einzukehren. In der gemütliche Berghütten wird Hausmannskost zu fairen Preisen serviert .

 

Aufrund der Länge der Tour hätte es sich auch angeboten, hier oben eine Nacht zu verbringen. Wir hatten leider keine Betten reserviert und mussten wieder absteigen.

 

Tipp: Zur Übernachtung in der grandiosen Bergwelt unterhalb der Dreitorspitze würden wir auf jeden Fall raten, um die Umgebung zu genießen.

Schachenhaus

Schachenschloss

Tipp: Bis zu 30 Personen können an der Führung durch das Schloss teilnehmen. Zu Stoßzeiten an schönen Tagen kann das schon mal eng werden. Es empfiehlt sich, rechtzeitig am Eingang zu sein, vor allem, wenn man noch am selben Tag absteigen möchte.

Schlafzimmer

Im Erdgeschoss wirkte die Berghütte, die König Ludwig jedes Jahr am 25.8. zu seinen Geburtstag besucht hat, eher schlicht wie ein Schweizer Chalet. Wir konnten uns gut vorstellen, dass es hier sehr gemütlich war, wenn er sein 12 Gänge-Menü serviert bekam.

 

Den Atem verschlägt es wahrscheinlich jedem Besucher im Obergeschoss. Dort hat der König sich ein orientalisches Zimmer im türkischen Stil mit viel Blattgold und einem Brunnen in der Mitte einrichten lassen. Hier wurde der Geburtstag mit den Dienern gefeiert.

Blume mit Biene

Knapp eine Stunde dauert die sehr interessante Führung (Eintritt 4,50€ pro Person).

 

Anschließend hätten wir uns noch den botanischen Alpengarten unterhalb des Schlosses ansehen können, doch da wir noch einen langen Rückweg vor uns hatten, mussten wir leider darauf verzichten.

 

Zunächst folgt der Abstieg dem Königsweg Richtung Schloss Elmau, auf dem der König sich einst in einer Kutsche hat den Berg hinaufziehen lassen.

Doch schon bald beginnt der steile Kälbersteig, auf dem es hinunter zur Parnachklamm geht. Gute 2 Stunden dauert die Anstrengung, besonders für die Knie.

 

Da wir keine 5€ p.P. Eintritt für den Rückweg durch die mit Menschenmassen gefüllte Klamm bezahlen wollten, sind wir über die Partnachalm abgestiegen. Dies hieß allerdings erst noch einmal ca. 150 m zur Alm aufzusteigen.

Kälbersteig

Nach der schon der langen Gehzeit war es sehr anstrengend, doch auch lohnend.

 

Der Weg führt über zwei Brücken, von denen aus wir spannende Tiefblicke in die Partnachklamm erhaschen konnten. Aus dieser Perspektive hatten wir die Schlucht noch nie gesehen.

GPS-TRack

Tourdaten

Strecke 24,9 km

Höhendifferenz: 1281 m

Gehzeit: 10:10 Std.

(inkl. Pausen und Schlossbesichtigung)

Fazit: äußerst langer und Kräfte raubender Wanderweg mit sehr lohnendem Ziel

Tourenbuch

14.08.2017 Garmisch-Partnachklamm-Reintal-Schachen-Kälbersteig-Partnachalm-Garmisch

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